Die Pferd han rote Riema und die Reiter silberne Sporn! (1840)

Abschied der Braut vom Elternhaus

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Die Pferd han rote Riema und die Reiter silberne Sporn!

Die Pferd han rote Riema
und die Reiter silberne Sporn!
Schick dich, feins Madie und schuh dich!
Von hinnen wollen wir fohrn.

Sie ließ den Fuhrmann bitte,
gar um ein kleine Kurzweil,
daß sie sich kann bedanken,
gegen ihren Vater fein.

Habt Dank, habt Dank, Herr Vater,
herzliebster Vater mein!
Ihr werd’t mir nimmer schaffe
ka kronroschenes Röcklein.

Fahr fort, fahr fort du Tochter,
herzliebstes Töchterlein mein!
Gehorch deim edlen Herren,
gehorsamst sollst du sein!

Text und Musik: Verfasser unbekannt
in: Deutscher Liederhort (1897, Nr. 878, aus dem Kuhländchen, 1855 „Abschied der Braut vom Elternhaus“)
Aus dem Kuhländischen (in Mähren), aufgezeichnet von R. Kiesewetter und mitgetheilt in Kretzschmer’s Volksliedern 1840. Nr. 18. Die Melodie hat altertümliche Modulation (äolisch).

Die Dank-Strophen (2, 5) werden wiederholt, wobei statt Vater (Str. 2) Frau Mutter, Herr Bruder, Schwester und für ka kronroschenes Röcklein (Str.1) ka rotshaar Schuhelein, von Seiden ein Tüchelein, ka rots Zuschnürelein (Korsett) eingesetzt wird; nach: Schürz dich, Gretlein

 

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