Der Kronprinz zog zum andern Mal (Sieg bei Wörth 1870)


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Der Kronprinz zog zum andern Mal
Bei Wörth zum Kampf den treuen Stahl
Wie war der Stahl so scharf und blank
Magentas Ruhm in Trümmer sank

Der Preuße fuhr wie’s Wetter her
Der Bayer schoß die Donner schwer
So schlug das Donnerwetter drein
Das mußten deutsche Hiebe sein!

Da taten sich mit Macht hervor
Der Preußen fünft´ und elftes Corps
Und einen frischen Lorbeer fand
Der Heerbann aus dem Bayerland

Gefangen sind viertausend Mann
Ein Adler, der nicht fliegen kann
Von den Kanonen dreißig Stück
Magenta zog sich wund zurück

Der Kronprinz hat uns kommandiert
Der Kirchbach grimmig attackiert
Den Bose schmerzt die Wunde nicht —
Hei! deutsche Hiebe hageldicht

Zwei Tage gleich nach Weißenburg
Da setzten wir das Kunststück durch
Da haben wir in heißer Schlacht
Mit unserm Blut den Sieg gemacht

Text Gedicht von Georg Hesekiel
Musik: auf die Melodie von “Ich hab ein kleines Hüttchen nur
in: Lehr- und Lesebuch für die gewerblichen Fortbildungsschulen Bayerns (1886) —  Volkstümliche Lieder der Deutschen (1895 “Sieg bei Wörth, 6. August 1870”)


Liederthema: Allgemein
Liederzeit: (1870)
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Region: - -

Anmerkungen zu "Der Kronprinz zog zum andern Mal (Sieg bei Wörth 1870)"

von Kirchbach: Befehlshaber des 5. Armee-Corps, wurde bei Weißenburg verwundet, kommandierte aber schon bei Wörth wieder
von Bose: Befehlshaber des 11. Armee-Corps, wurde bei Wörth verwundet, setzte aber sein Kommando fort, ohne die Wunde verbinden zu lassen