Bremer Stadtmusikanten

Zerdrück die Träne nicht in deinem Auge

Zerdrück die Träne nicht in deinem Auge
du hast die Träne ja um mich geweint
Vergönne, daß ich diese Perle sauge
Daß sie mit meiner Lippe sich vereint.
Wie macht die Träne Dich so engelschön
Ich möchte Dich wohl ewig weinen sehn

Allein die Träne ist das Kind der Schmerzen
Sie kommt aus Deiner gramerfüllten Brust
Wie konnt  ich über Deine Träne scherzen
Und wie sie sehn voll grauenhafter Lust
O, nimm mein Herzblut für die Träne hin
Und glaub daß ich Dir ewig dankbar bin

Ich weiß, sie haben oftmals Dich gescholten
Und Dir getrübt den engelreinen Sinn
Doch hat ihr finst´rer Haß nur mir gegolten
Weil ich Dir Wert, weil ich Dir teuer bin
Wär ich so schlimm, wie sie es oft gemeint
Kein Engel hätte dann um mich geweint

Gedulde Dich! Ich will die Tränen stillen
Und ruh indeß an meiner treuen Brust
Die heilgen Schwüre all werd ich erfüllen
Und aus dem Schmerz entblüht Dir neue Lust.
O, weine nicht! — An Gottes Traualtar
Flecht Dir bald die Myrte in das Haar

Text: Karl Herloßsohn , „Die Träne“ (An Maria) aus Scherben (), Borromäus Sebastian Georg Karl Reginald Herloß (1804-1849) ,
Musik: W. Heiser , auch: Hugo Fretzdorff (1846) — Ferdinand Gumbert (1853)– Ferdinand Stegmayer (1837) — Julius Stern (1842)
in Liederbuch Postverband (1898)

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Liederthema: Liebeskummer
Liederzeit: (1898)
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Empfehlung: Liebeslieder-Album

Liebeslieder

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