Wer lieben will muß leiden

und sein Vergnügen meiden

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Wer lieben will, muß leiden
Und sein Vergnügen meiden
Nicht reden, denken viel
Verborgne Schmerzen tragen
Sein Leiden Niemand klagen
Und leiden in der Still
Das ist der Liebe Ziel

Tut ihn schon was betrüben
Muß an sich lernen üben
In Schweigen und Geduld
Wann’s Herz reut, muß man lachen
Sich stellen wie die Sachen
So auch den Schein verguldt
Und leiden ohne Schuld

Das Hab ich auch empfunden
Weil mich die Lieb gebunden
Mit ihrem Bande hält
Drum werd ich treu verbleiben
Aufs Grab mir lassen schreiben
Hier hat sich eingestellt
Der Treuste von der Welt.

Text: Verfasser unbekannt
Deutscher Liederhort II (1893, Nr. 618 „Regeln für Liebende“)

Aus einer Handschrift, Mitte des 18. Jahrhunderts, abgeschrieben durch Hoffmann von Fallersleben, 1843 an Erk gegeben. Nach Inhalt und Form ein anderes, als das jetzt gesungene Lied.

Geschichte dieses Liedes:


Liederthema:
Liederzeit: (1750)

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