Wenn die Hoffnung nicht wär

Wenn die Hoffnung nicht wär

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Wenn die Hoffnung nicht wär
so lebt ich nicht mehr
denn die Hoffnung allein
kann lindern die Pein
Und wie ging es denn her
und wie ging es denn her
und wie ging es denn her
wenn die Hoffnung nicht wär?

Wenn Sturm und auch Wind
Den Schiffsmann greift an
Und so denkt er dabei
Daß die Hoffnung noch sei
Und wie ging es denn her …

Im Winter muß man
Große Kälte ausstahn
Und im Sommer da ist
’ne grausige Hitz
Und wie ging es denn her…

Ich will ja gern sterb’n.
Den Himmel ererb’n
Und so denk ich dabei
Daß die Hoffnung noch sei
Und wie ging es denn her
Wenn die Hoffnung nicht wär?

Text und Musik: Verfasser unbekannt
in Deutscher Liederhort III (1894, Nr. 1805 „Hoffnung“)

Als Volkslied aus Schwaben (Umgegend von Ulm) mitgeteilt in Büsching, wöchentliche Nachrichten. Breslau 1816. I. Bd. S. 274. Dort auch die alte Form der Melodie, in der Mitte etwas abweichend. Die später und jetzt übliche Form der Melodie gebe ich nach Fink, Hausschatz. Eine neue steht in Hase’s Liederbuch 1883, Nr. 408.

Liederthema: , ,
Liederzeit: (1800)
Schlagwort: |


Anmerkungen zu "Wenn die Hoffnung nicht wär"

Dieses Volkslied ist jedenfalls aus folgendem Texte hervorgegangen, den Erk nach einem fliegenden Blatt (Fünf schöne Lieder. Gedruckt in diesem Jahr (um 1800) mitgeteilt hat im Wunderhorn 4, 369:

Wenn die Hoffnung nicht wär
So lebt ich nicht mehr
Denn die Hoffnung allein
Kann lindern die Pein
Kummer und Schmerz
Quälen das Herz
Kommt Hoffnung dazu,
So leb ich in Ruh

Wenn Sturm und Orkan
Den Schiffmann greift an
Mit grausiger Wut
Ist Hoffnung doch gut
Ein Jeder der leidt,
Hofft bessere Zeit
Wie ging es dann her
Wenn die Hoffnung nicht wär?

Drum hoffe, mein Herz,
Im Ernst und im Scherz
Und denke: das Glück
Kommt wieder zurück!
Auch denke dabei
Daß Hoffnung bringt Reu
Auf Beides geschickt,
So bist du beglückt