Couplet

Das Couplets: behandelt seine Themen – anders als das Chanson – mit spöttischer Distanz. Ob frivol oder mehr intellektuell,  es ist witzig-zweideutig und satirisch,  oft politisch und hat einen markanten Refrain.


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Als wir achtzehnhundertsiebzig sind nach Frankreich hinmarschiert

Als wir achtzehnhundertsiebzig sind nach Frankreich hinmarschiert hat die Guste, die Bewußte mir ein Butterbrot geschmiert und sie steckte mir ne Knackwurst unter heißen Tränen ein und sie sprach: “Mein lieber Junge nun gedenke du auch mein! Hier, mein treuer Füsilier schenk ich einen Taler dir Zieh fürs Vaterland ins Feld und betrage dich als Held!” Doch ich dacht. als ich marschierte

Liederzeit: , | | 1900


Beim Kronenwirt da ist heut Jubel und Tanz

Beim Kronenwirt da ist heut Jubel und Tanz Hei diddel dei diddel dumm Die Kathrein trägt heut ihren heiligen Kranz Hei diddel dei diddel dumm Die Musik die spielt und es jubelt und kracht Die Knödel die dampfen, der Kronenwirt lacht. Jo weh di hah ha ha Jo weh di hah ha ha Jo weh di jo Der Krischan, der

Liederzeit: | 1909


Daß es mir nicht an Mut gebricht (Lügen – Couplet)

Daß es mir nicht an Mut gebricht,und daß ich fürcht den Teufel nichtbewies ich oft potzteufel… Ja, ja, er ist ein kühner Mannder machen Spaß erzählen kannden er erlebt, potz Wetter jaim Land Amerika Buffalo Bill, ihr kennt ihn jada jüngst ihn ganz Europa sahmit diesem zog ich… Ja, ja, er ist ein kühner Mannder machen Spaß erzählen kannden er

| | 2011


Det beste Leben hab ick doch (Eckensteher Nante)

Det beste Leben hab ick doch Ick kann mir nich beklagen Pfeift ooch der Wind durchs Ärmelloch Det will ick schon vertragen Det Morgens, wenn mir hungern duht Eß ick ne Butterstulle Dazu schmeckt mich der Kümmel jut Aus meine volle Pulle Een Eckensteher führt uff Ehr Det allerschönste Leben, Man friert anjetzt zwar manchmal sehr, Doch bald is det

Liederzeit: | 1838


Ein jeder Mensch ist Komödiant (Da weiss man was man hat)

Ein jeder Mensch ist Komödiant und übt Verstellungskunst er heuchelt oft den feinsten Stand und doch ist alles Dunst So spielt auch mancher den Bankier und täuscht die ganze Stadt doch sieht er in sein Portmonaie da weiß er, was er hat Diniert man wo der feinen Welt wird Feines aufgetischt so zahlt man immer schweres Geld und im Magen

Liederzeit: | 1900


Ein Mann aus früherer Zeit (daß du mich liebst das weiß ich)

Ein Mann aus frührer Zeit versorgt die Frau allein heut aber, wie man sagt soll umgekehrt es sein Wenn sich ein Pärchen liebt und es will sein getraut so sagt der Bräutigam zu seiner holden Braut daß du mich liebst das weiß ich drum arbeit nur recht fleißig Hast tausend Mark erspart du dann Mein Schätzchen, frag mal wieder an

Liederzeit: | , | 1891


Ein neues Haus laß ich mir baun (Anno dazumal und heut)

“Ein neues Haus laß ich mir baun zwei ganze Stock hoch soll es sein Doch Leute muß man auch drinn schaun, Drum nehm ich noch zwei Mieter ein Drei Jahre wohl vergehn werden Eh das wird fest und sicher stehn Ach Häuserbauen -welche Qual!” So war es Anno dazumal “Herr Architekt, baun Sie mir´n Haus wo ich schlag recht viel

| 1865


Es muß ein Mensch dem andern Menschen nützen (Gegenseitigkeit)

Es muß ein Mensch dem andern Menschen nützen denn einer braucht den andern immerdar Der Blinde selbst muß noch den Lahmen stützen und dieser führt den Blinden aus Gefahr Drum wahr ist mein Motto jederzeit “Die Welt beruht auf Gegenseitigkeit!” Vom Zentrum weiß es jeder, daß die Führung im Reichstag nur Herr Windthorst leitet still und tut mal nicht, was

Liederzeit: | 1900


Fahr´n wir so gemütlich auf der Pferdebahn

Fahr´n wa so jemütlich uff de Pferdebahn det eene Pferd, det zieht nich det andre, det is lahn der Kutscher kann nich fahren der Konduktör nich sehn und alle fünf Minuten bleibt die Karre stehn Et sitzt sich so jemütlich in de Pferdebahn Stillvergnügt und friedlich fängt man Bekanntschaft an so dicht heranzurücken an nette junge Herrn das Drängeln und

Liederzeit: | 1885


Hör ick uff Reisen (Ich stamme nämlich aus Berlin)

Hör ick uff Reisen det Jeläster Wie se so schimpfen uff Berlin Un seh nu so die ändern Nester Denn is des doch der reene Kiehn In´n kleenen Finger is et mir lieber Wie London samt Paris und Wien Un Rom erseht mit den faulen Tiber Da jeht doch unse Spree weit driber: Ick stamme nämlich aus Berlin Die Alpen

Liederzeit: | 1891



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