Der Hans geht zum Tanze hin
er hat die Grete in dem Sinn
….

O Hannes wat’n Hoot
und wenn de Hoot een Daler kost,
een Daler kost ….

Text: Verfasser unbekannt
Musik: Auf die Melodie von „Dornröschen war ein schönes Kind“, C-Teil des Hacketäuer-Marsch von Wilhelm Beez

Die Melodie von „Dornröschen war ein schönes Kind“ wird auch im C-Teil des Hacketäuer-Marsch von Wilhelm Beez, gebohren 1856 in Mühlhausen, gestorben 1929 in Köln-Mühlheim, verwendet. Dieser C-Teil ist auch als  “Hannes met den Hut Polka” bekannt, in Münsterland und Norddeutschland als “O Hannes wat een Hoot” bzw. “O Hannes wat’n Haut” mit entsprechendem Plattdeutschen Texten gesungen.

Am Niederrhein zählten sie wohl zu den Drickestänzen zum Schluss wurde “Der Drickes kritt dä Taler nitt” gesungen, in einigen antisemitischen Musikzeilen wird statt Drickes “Dä Jüd” genannt. Gretel und der Hans beim Tanz tauchen auch im Lied „O du schöner Westerwald“ auf-

 

Zur Geschichte dieses Liedes: ,

Parodien, Versionen und Variationen: Der Text des heute noch gesungene Kinderspiels und Tanzliedes nach dem Märchen von Dornröschen, entstand vermutlich Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts in Kindergärten. Als Vorlage diente „Die Anna saß am Breitenstein“ bzw. „Mariechen saß auf einem Stein„. Dieses ältere  Lied hat deutliche Bezüge zu der Blaubart-Sage  von dem mordenden Ritter Blaubart.  Um 1841 wurde die Geschichte vom Dornröschen noch auf eine recht dramatische Melodie in Moll gesungen: „Im tiefen Wald im Dornenhag..“.  In Moll sang man auch ein Lied von der wunderschönen Anna auf dem Breitenstein, die von... weiter lesen