Mich brennts in meinen Reiseschuhn

Wanderlieder | , | 1942
CD buch



Mich brennt´s in meinen Reiseschuh´n
fort mit der Zeit zu schreiten
was wollen wir agieren nun
vor soviel klugen Leuten

Es hebt das Dach sich von dem Haus
und die Kulissen rühren
und strecken sich zum Himmel raus
Strom, Wälder musizieren

Da gehn die einen müde fort
Die andern nahn behende
Das alte Stück man spielt´s so fort
Und kriegt es nie zu Ende

Und keiner kennt den letzten Akt
Von allen die da spielen
Nur der da droben schlägt den Takt
Weiß wo das hin will zielen

Text: Joseph von Eichendorff (1788-1857), zuerst 1837 veröffentlicht unter dem Titel: „Dryander mit der Komödiantenbande“ – und mit einer zusätzlichen dritten Strophe: „Und aus den Wolken langt es sacht /
Stellt alles durcheinander / Wie sichs kein Autor hat gedacht: / Volk, Fürsten und Dryander“
Musik: Cesar Bresgen (1913 – 1988), die älteste Fassung ist womöglich in dem Buch „Eichendorff-Lieder für eine Singstimme (auch chor) und klavier 1942“, wurde also während der NS-Zeit komponiert. Bresgen paktierte durchaus mit den  nationalsozialistischen Machthabern in Österreich und schuf „zahlreiche Vokalwerke für die Hitlerjugend“ (Wikipedia)

z.B: in: Die Mundorgel (1953), in manchen Fassungen auch falsch: „Was sollen wir agieren nun“

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