Volkstümliche Lieder der Deutschen von A - Z

78 Lieder - Volkstümliche Lieder der Deutschen

Wir befassen uns hier mit den volkstümlichen Liedern. So nennen wir die von bekannten oder unbekannten Dichtern und Komponisten verfassten Kunstgesänge, die wenig oder mehr verändert in den Volksmund übergingen und “Lieblingslieder” geworden sind, ohne wirkliche Volkslieder zu sein. – Diese, von Gebildeten und Ungebildeten, gern gesungenen Lieder stehen in der Mitte zwischen Kunst- und Volkslied. Betrachten wir darum ihr Verhältnis zu beiden etwas genauer.

Das volkstümliche Lied entstammt den Kreisen der Gebildeten, ist aber nach Inhalt und Sprache in den allgemein verständlichen Ausdrücken und Wendungen abgefaßt und wird darum von den Massen gesungen. Diese ansprechenden Kunstdichtungen werden aber zu wirklichen Volksliedern, sobald das Volk sie in seiner Art “verarbeitet” hat. (Franz Magnus Böhme, 1895)

Volkstümliche Lieder der Deutschen


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Ach Andreas heiliger Schutzpatron

Ach Andreas heil´ger Schutzpatron schenke mir doch einen Mann sieh herab auf meinen Spott und Hohn sieh mein hohes Alter an krieg ich einen oder keinen? Einen! Andreas. lieber Schutzpatron Gib mir mal einen Mann Räche doch nur meinen Hohn sieh mein liebes Alter an Soll ich allen Trost verscharren? Harren! Harren? Ei du scherzt mit mir Meine Schönheit ist

Liebeskummer | Scherzlieder | Liederzeit: | 1765


Ach könnt ich Molly kaufen

Ach, könnt´ ich Molly kaufen für Gold und Edelstein und hätte große Haufen die sollten mich nicht reu´n Zwar wühlt sich´s hübsch im Golde Wohl dem, der wühlen kann Doch ohne sie, die Holde was hätt´ ich Frohes d´ran Ja, wenn ich Allgebieter von ganz Europa wär´ Ich gäb Europens Güter für sie mit Freuden her. Bedingte nur dies eine für

Liebeslieder | Liederzeit: | 1790


Alles liebt und paart sich wieder

Alles liebt und paart sich wieder Liebend steigt der Lenz hernieder Und umarmt die junge Flur Mild erteilt er seine Triebe Mit dem Zauberblick der Liebe Jedem Wesen der Natur Im Gewand der frommen Tugend Ausgeschmückt mit Reiz der Jugend Geht das Mädchen sanft einher Ganz des Jünglings Lieb´ empfindend Unterliegt es überwindend Liebt und wird geliebt wie er Auf

Frühlingslieder | Liebeslieder | Liederzeit: | 1782


Alles liebt und paart sich wieder (1801)

Alles liebt und paart sich wieder Liebend steigt der Lenz hernieder Und umarmt die junge Flur Süßes sehnendes Verlangen einem Wesen anzuhangen lebt und webt durch die Natur Von des Jünglings Lieb erkoren schwebt im holden Traum verloren ahnungsvoll der Mädchenchor Liebe bringend, Lieb´empfindend unterliegt es überwindend liebt und wird geliebt wie er Was Gefild und hain belebt was in

Frühlingslieder | Liederzeit: | 1801


Als der Großvater die Großmutter nahm

Als der Großvater die Großmutter nahm, da war der Großvater Bräutigam und die Großmutter war die Braut da wurden sie beide zusammen getraut Wer weiß, wie das noch werden mag wer weiß wie das noch kommt Als der Großvater die Großmutter nahm, Da wußte man nichts von Mamsell und Madam. Die züchtige Jungfrau, das häusliche Weib, Sie waren echt deutsch

Lieder von Alt und jung | Liederzeit: | | 1794


Als die Römer frech geworden

Als die Römer frech geworden Zogen sie nach Deutschlands Norden vorne mit Trompetenschall ritt der Generalfeldmarschall, Herr Quintilius Varus Herr Quintilius Varus In dem Teutoburger Walde, Huh! Wie piff der Wind so kalte, Raben flogen durch die Luft, Und es war ein Moderduft, Wie von Blut und Leichen Plötzlich aus des Waldes Duster Brachen kampfhaft die Cherusker, Mit Gott für

Balladen | Scherzlieder | Liederzeit: , | 1847


Auf auf zum fröhlichen Jagen (1800)

Auf, auf, zum fröhlichen Jagen Auf, in die grüne Heid Es fängt schon an zu tagen Es ist die höchste Zeit Auf, bei den frohen Stunden Mein Herz ermuntre dich Die Nacht ist schon verschwunden Und Phöbus zeiget sich Seht, wie das Heer der Sterne Den schönen Glanz verliert Und wie sie sich entfernen Wenn sich Aurora rührt Die Vöglein

Jägerlieder | Liederzeit: | | 1800


Auf auf zum Kampfe Frankreichs Söhne

Auf auf zum Kampfe Frankreichs Söhne die Freiheit ruft zur heißen Schlacht Auf dass nicht länger uns verhöhne mit frechter Stirn Tyrannenmacht Hört, Brüder, hört in allen Gauen wütet Mord, blinde Wut, Rachelust Man kämpft verzweifelt Brust an Brust man würgt die Kinder, würgt die Frauen Zum Kampfe seid bereit schart euch mit Heldenmut Wohlan, wohlan tränkt Feld und Flur

Arbeiterlieder | Freiheitslieder | Liederzeit: | 1880


Aus ihrem Schlaf erwachet von neuem die Natur

Aus ihrem Schlaf erwachet von neuem die Natur seht, wie die Sonne lachet heraus auf unsere Flur Sie wärmet uns nun wieder mit ihrem gold´nen Strahl der Hirten Flötenlieder ertönen in dem Tal Das junge Veilchen bietet uns seinen Balsam dar der holde Lenz vergütet was uns genommen war Er meints so gut, so bieder teilt neue Freuden aus und

Frühlingslieder | Liederzeit: | 1801


Bayern o Heimatland (Bayerische Volkshymne)

Bayern o Heimatland du unsrer Lieben Land voll aus des Herzens Drang schalle dein Sang Kräftig und wahr und echt blühe dein Kerngeschlecht prangend im Ehrenpreis blühe dein Reis Heil Maximilian der auf der Herrscher Bahn lenket mit hellem Blick Bayerns Geschick Heil auch Maria dir du aller Frauen Zier Anmut und Huld dich schmückt lebe beglückt Stets um den

Deutschlandlieder | Liederzeit: | 1848