Liedergeschichte: Ich bin ein Preuße

Zur Geschichte von "Ich bin ein Preuße": Parodien, Versionen und Variationen.

„Ich bin ein Preuße kennt ihr meine Farben“ entstand 1830 und  ist ein Gegenlied gegen die deutsche Einheitsbewegung im Vormärz. Es entstand nur wenige Jahre nach Denkst du daran mein tapferer Lagienka, das die polnische Unabhängigkeitsbewegung ehrt. “Ich bin ein Preuße” hingegen nimmt das Deutsche Kaiserreich vorweg, die Einigung Deutschlands unter der Führung Preußens. Daher auch die betonte Einigkeit , der Lieb- und Treue-Schwur auf den König, zwei Jahre vor dem Hambacher Fest!

Seit dem ersten Weltkrieg sang man auch “Ich bin ein Deutscher kennt ihr meine Farben”. In dieser Zeit erlebte das Lied eine schlimme Wiederverwendung, in Verbindung mit dem Wunsch nach dem Heldentod:

„Ertönt der Ruf dem Heere
Marsch-Marsch an die Gewehre /
so eilen wir, nicht fürchtend fremdes Blei
wir sterben gern – und fürchten nichts dabei“

Der Text wurde von einem Dr. Bernhard Thiersch verfasst, die Melodie von August Neithardt. Dieses Lied war in Preußen vor dem ersten Weltkrieg selbstverständlich für den Schulunterricht vorgeschrieben. Das auch in Soldatenliederbüchern weit verbreitete Lied diente dabei der Kriegserziehung im Kaiserreich .

Ich bin ein Preuße! Kennt ihr meine Farben? Die Fahne schwebt mir weiß und schwarz voran daß für die Freiheit meine Väter starben das deuten, merkt es, meine Farben an. Nie werd´ ich bang verzagen und, wie jene will ich´s wagen Sei´s trüber Tag, sei´s heitrer Sonnenschein ich bin ein Preuße, will ein Preuße sein! ... Weiterlesen ... ...

Auf, Brüder, auf, beginnt das Lied der Weihe stimmt kräftig an den festlichen Gesang dem deutschen Land, dem Land der Kraft und Treue tön´ unser Lied mit hellem Jubelklang Dich haben wir erkoren, dir haben wir´s geschworen o Vaterland, im Kampfe fest zu stehn für dich, wenn´s gilt, auch in den Tod zu gehn Dir ... Weiterlesen ... ...

Wir heißen Deutsche kennt ihr unsre Zeichen das neue Banner Schwarz und Weiß und Rot Wie seine stolzen Farben nie erbleichen so bleiben wir ihm treu bis in den Tod Die Fahnen vor dem Heere die Flaggen auf dem Meere „Vom Fels zum Meer“ wehn unsre Farben rein wir heißen Deutsche, wollen Deutsche sein Wir ... Weiterlesen ... ...

Ich will mein Lieb am Rhein willkommen heißen ihm senden Glück und Gruß aus fernem Land und laut will ich der Heimat Frauen preisen wenngleich auch sonst ich edle Perlen fand Im Rheingau will ich leben im Tal, wo Grün der Reben bis unters Dach ein kleines Haus umrankt ein treues Herz mir meine Liebe ... Weiterlesen ... ...

Ich bin ein Kunde, kennt ihr diesen Namen? Im Orient talf ich schön längere Zeit Geachtet sehr von allen, die da kamen Jedoch gehasset von der Obrigkeit Der Orient soll leben Der Kubub auch daneben Bei Juden, Christen, Türken, Groß und Klein und bin ein Kunde will ein Kunde sein. Mit Fleppen aller Arten gut ... Weiterlesen ... ...

Die Bahn ist frei die Würfel sind gefallen breit aus die Schwingen seewärts, deutscher Aar zeig deiner Klauen erzgefügte Krallen wo dir sich beut willkommnes Opfer dar Flieg über Höllengrüfte Kreischt heiser durch die Lüfte aasgeiergleich der Feinde Wutgeschrei Glückauf zu letzter tat! Die Bahn ist frei Hört ihr der Weltuhr Schicksalsglocke schlagen seit dreißig ... Weiterlesen ... ...

Der ganze Krempel auf der Welt wär nichtig gäb es kein liebes deutsches Vaterland auf fremde Ehrungen und Ruhm verzicht ich der Fremde streut so gerne Tand und Sand weh dem, der´s sollte wagen zu zwingen mich zu tragen ein fremdes Joch – geknechtet und nicht frei ich schlüg ihn tot – und fände nichts ... Weiterlesen ... ...

Es braust ein Ruf wie Donnerhall wie Schwertgeklirr und Wogenprall Steht ein! Steht ein! Steht alle ein! Wie damals bei der Wacht am Rhein Und wenn die Welt voll Teufel wär wir kennen keine Bange mehr Denn gegen Krämer kämpft und gegen Knecht mit uns die Freiheit und mit uns das Recht Der Russe zwar ... Weiterlesen ... ...

Wir sind der Landwehr erste Aufgebote und ließen Weib und Kind daheim zurück um unser Vaterland, das schwer bedrohte zu schützen gegen Feindes List und Tück´ Wir kämpfen für die Lieben die nun zu Haus geblieben wir fürchten nicht Gefahren oder Tod wir sind der Landwehr erstes Aufgebot Was vorn am Feind die braven deutschen ... Weiterlesen ... ...

Es ist doch schön sich Pionier zu nennen und rühmlich ist, wer kann ein solcher sein Den Vorzug muß ein jeder selbst erkennen wir sind des Handwerks künstlicher Verein Im ganzen deutschen Heere kennt man die Pioniere Der Garde gleich ist jeder Pionier das zeigt der Kragen schon beim Offizier Und hindert auch der Wogen ... Weiterlesen ... ...