Prutz (Robert Prutz)

Das war der Oberhofmarschall (Pumpe piept nicht)

Das war der Oberhofmarschall Mit seiner Diener Troß und Schwall, Der fegt heut‘ in des Königs Haus Geschäftig alle Winkel aus, Dieweil des Königs Töchterlein Wird nächstens einen Prinzen frei’n: »Nur Flur und Treppe, Bank und Tisch, Mit Haderlump und Flederwisch, Ihr Knecht und Mägde, immer frisch! Daß nirgendwo ein Stäubchen klebt, Auch nirgend eine Spinne webt. Kein Fenster klappert,

Gedichte | Liederzeit: | 1841


Hütet euch vor Liberalen

Hütet euch vor Liberalen Die nur reden, die nur prahlen Nur mit Worten stets bezahlen Aber arm an Taten sind: Die bald hier-, bald dorthin sehen Bald nach rechts, nach links sich drehen Wie die Fahne vor dem Wind. Hütet euch vor Liberalen Jene blassen, jene fahlen Die in Zeitung und Journalen Philosophisch sich ergehn: Aber bei des Bettlers Schmerzen

Politische Lieder | Liederzeit: | 1848


Noch ist die Freiheit nicht verloren

Noch ist die Freiheit nicht verloren noch sind wir doch nicht ganz besiegt In jedem Lied wird sie geboren das aus der Brust der Lerche fliegt sie rauscht uns zu im jungen Laube im Strom, der sich durch Felsen drängt sie glüht im Purpursaft der Traube der brausend seine Bande sprengt Der sei kein rechter Mann geachtet dem lohne nie der

Freiheitslieder | Liederzeit: | | 1841


Rechts Heu und Klee links Heu und Klee

Links Heu und Klee, rechts Heu und Klee! Die allerfettsten Weiden – Dem Esel tut das Wählen weh, er kann sich nicht entscheiden. Er schnopert rechts, er schnopert links und dreht sich dreimal um – O Buridan, o Buridan, was ist dein Esel dumm! Rechts Gras und Korn, links Gras und Korn, wie knurrt es ihm im Magen! Und immer wieder

Freiheitslieder | Liederzeit: | | 1842


Studentenherz was macht dich trüb?

Studentenherz, was macht dich trüb?Was soll dein banges Zagen?Fragst, wo die lust´ge Freiheit bliebvon der die Lieder sangen?Studentenherz, ergib dich drinsie ist entschwunden und dahin „Ach nein, nicht darum dieser Schmerz,nicht darum Gram und Zagen!Mein Herz ist eben auch ein Herzund menschlich will es schlagen!Dass ich so fern bin meinem Liebso gar zu fern, das macht mich trüb.“ Du armes

Studentenlieder | | 2006


Wohl viele tausend Vögelein

Wohl viele tausend Vögelein Wohnen und singen im grünen Hain Sie haben all  zwei Flüglein schön Zu fliegen über Land und Seen Sie haben alle süßen Mund Zu singen hell aus Herzensgrund — O bitt euch, liebe Vögelein Will keins von euch mein Bote sein? Ich will euch senden in ein Tal Mit lust´gen Quellen ohne Zahl Da blühen Blumen

Liebeslieder | Liederzeit: | 1850