Liederlexikon: von Sickingen

| | 1481

„In der Pfalz lebt noch heute in aller Munde der Ritter Franz von Sickingen, als Fränzchen von Sickingen, Schon seine Kindheit, die in das Mythische spielende Sage und von Fränzchens Kraftstücken geht mancherlei Märe. Nicht weit von seiner Feste Landstuhl liegen auf dem Felde drei große Quadersteine, wahrscheinlich römische Opfersteine gewesen, die man aber die „Sickinger Würfel“ nennt. Mit ihnen spielte Franz am Vorabend der großen Belagerung; weil sie aber schlecht für ihn fielen, warf er sie voll Ingrimm hinab in den Grund. —

Die dankbare Nachwelt hat ihn mit Hutten geehrt: ein Hutten-Sickinger Denkmal erhebt sich seit Mai 1890 auf der Ebernburg bei Kreuznach. Bei dessen Enthüllung gelangte ein Hutten- Festspiel, gedichtet und komponiert von Bungert, zur Aufführung.

Franz von Sickingen starb am 7. Mai 1523 nach Übergabe seiner Burg Landstuhl an einer durch einen Balkensplitter erhaltenen Wunde. Die drei Fürsten waren: Philipp der Großmütige, Landgraf von Hessen, der Pfalzgraf und Kurfürst Ludwig von der Pfalz und der Erzbischof und Kurfürst von Trier, Richard Greiffenklau-Vollrath. Die Belagerung der übrigen Burgen Sickingens und seiner Anhänger begann am 10. Mai, Zuerst fiel die Feste Drachenfels, die geplündert und verbrannt wurde.“ (Böhme, in Deutscher Liederhort II (1893, Nr. 266)

„Reichsritter Franz von Sickingen (* 2. März 1481 auf Burg Ebernburg über Bad Münster am Stein-Ebernburg; † 7. Mai 1523 auf Burg Nanstein über Landstuhl) war Anführer der rheinischen und schwäbischen Ritterschaft. In der Zeit des Übergangs vom Mittelalter zur Neuzeit stritt er als Unterstützer von Anhängern der Reformation für die Säkularisation der kirchlichen Güter und führte seine Standesgenossen im Ritterkrieg an. Nach Belagerung und Übergabe seiner Burg Nanstein starb er dort an einer schweren Verwundung, die er bei der Beschießung erlitten hatte.“ (Wikipedia)

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