Laue Lüfte fühl ich weben

Volkslieder » Wanderlieder

Laue Lüfte fühl ich weben

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Laue Lüfte fühl ich weben
goldner Frühling taut herab
nach der Ferne geht mein Streben
reichet mir den Wanderstab!
Wo die weißen Nebel steigen
um der blauen Berge Reigen
dorthin geht mein Weg hinab
reichet mir den Wanderstab

Lebe wohl, ich muß dich lassen
mein geliebtes Vaterhaus
muß das fremde Glück erfassen
hoffend schaut mein Blick hinaus.
Leben quillt aus tausend Bronnen
frisch gewagt ist halb gewonnen
Gläubig zieht der Wandrer aus
Lebe wohl mein Vaterhaus

Gott behüt euch, nah und ferne!
Was sich liebet, bleibt vereint.
Denkt beim stillen Abendsterne
denkt an den entfernten Freund
Eine Sonne strahlt uns allen
laßt mich fröhlich weiter wallen
Denkt an den entfernten Freund
Was sich liebet, bleibt vereint

Text: Agnes Franz (um 1830) auch „Laue Lüfte fühl ich wehen“)
Musik: Christian Heinrich Hohmann – 1853

„Die Anfangsstrophe hörte ich 1873 von Appenzeller Mädchen auf dem Dampfschiff bei einer Fahrt über den Bodensee zweistimmig singen und ich schrieb die Melodie auf. Später hörte ich das Lied am Rhein und gebe es nach einer Niederschrift von K Becker. Nach dem „Singsang Liederbuch für Mädchenschulen“ von Lehrer A Seitz in Hof soll die Melodie vom Schwabacher Seminar-Musiklehrer Christian Hohmann komponiert sein.“ (Böhme, 1895)

"Laue Lüfte fühl ich weben" in diesen Liederbüchern

u.a. in: Volkstümliche Lieder der Deutschen (1895, Nr. 511) — Albvereins-Liederbuch (ca. 1900) — Gesellenfreud (1913) — Deutsches Lautenlied (1914) — Berg Frei (1919)

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