Komt hier gij proper Maegetje

Reigentanz mit Plumpsackspiel

Volkslieder » Tanzlieder

Komt hier gij proper Maegetje

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Komt hier gij proper Maegetje
komt dans met mij, komt dans met mij
Gij zijt aen’t eerste koordetje
van mijnen nieuwen wagen, houda !
aen wagen, houda! aen wagen!
Wat zal ik hier gaen zoeken
van achter in de hoeken
‚k zal gaen zoeken overal
waer ik iemand vinden zal

Text und Musik: Verfasser unbekannt
Flandrisches Tanz» und Spiellied der Kinder. (Coussemaker Nr. 103)
in Deutscher Liederhort II (1895, Nr. 989 „Halt an, Wagen!“)

Über die Ausführung bemerkt der Herausgeber Coussemaker:

„Das Lied ist ein Reigen, verbunden mit Pantomime. Während die kleinen Mädchen rundtanzen, steht eine von ihnen in dem Kreise mit einem Sacktuch (Plumpsacke) oder einem anderem Schlagzeug in der Hand ; sie berührt damit eine der Tanzenden, damit diese sich hinter ihr aufstelle. Darauf fängt sie das Spiel von neuem an, bis alle Mädchen nacheinander folgend aneinandergereiht sind und sich hinter ihr aufgestellt haben, um einen neuen Reigen zu formen. Das Lied ist besonders zu Bailleul im Schwange. Es wird des Sommers auf Straßen und Plätzen gesungen.“

Geschichte dieses Liedes:
Liederthema: , ,
Liederzeit: (1856)
Schlagwort: |
Region: ,

Anmerkungen zu "Komt hier gij proper Maegetje"

Übersetzung:

Komm her, du schönes Mägdelein, komm tanz mit mir!
Du bist das erste Rädelein an meinem neuen Wagen.
Halt doch an, Wagen, Wagen, halt doch an!
Was soll ich hier gehn suchen
von hinten in der Huken ?
Ich will gehn suchen überall
wo ich jemand finden soll.

Auch in Holland ist das Spiel unter dem Namen „Houdwagen“ oder „Schaar“ bekannt und wird auch von Knaben gespielt zu dem Reim:

Houdwagen een been
Zonder ziel of zaligheid
Sal ik er op uitgaan
(s. Kalff S. 530)

Houdwagen ist jedenfalls Entstellung aus „Houd aan wagen“ (Halt an, Wagen)!  Was soll aber der Wagen sagen? Hat man darin noch eine heidnische Erinnerung? fragt Kalff. Unmöglich wäre das nicht. Seit Alters kennt man den großen Bär unter dem Namen Wagen, Himmelswagen, den die Germanen sich als Fahrzeug von Odin dachten. Auch Hel und Fro fuhren im Wagen; ebenfalls führt Nehalennia wieder Fahrzeug (Wagen, Schiff, Pflug), bis daraus in späterer Zeit das Narrenschiff und das Schiff von St. Reynut wird (s. Simrock, Mythologie 208, 314, 390). —

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