Ich reit mir aus Kurzweile

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Ich reit mir aus Kurzweile

Ich reit mir aus Kurzweile
Für einen grünen Wald.
Was begegnet mir in der Aue?
Ein wunderschöne Jungfraue,
Nach Röslein wollt sie gan

Da begegnet ihr ein Herre
Zumal ein feiner Mann:
Sag mir, du guter Geselle
Wie man die Röslein soll fällen
Oder wie man sie brechen soll?

Bricht man sie gegen dem Abend
So schein sie von Farbe bleich
Bricht man sie gegen Morgen
Ein ander hat sie verborgen
Den Schaden den muß ich han

Die Röslein soll man brechen
Zu halber Mitternacht
Denn seind sich alle Blätter
Mit dem kühlen Tau beladen
So ist es Rösleinbrechens Zeit

Text und Musik: Verfasser unbekannt
in Deutscher Liederhort II (1893, Nr. 440)

Ambraser Liederbuch. 1582 Nr. 147. Auch Frankf. Liederbüchlein 1582 und 84 Nr. 147. Daher auch Uhland 24. Daran gehangen noch zwei andere Lieder, die hier als Nr. 441 und 442 folgen.

Anmerkungen zu "Ich reit mir aus Kurzweile"

Text:

  • 1, 1 Reit, ritt.
  • 3, 1 gegen, nltd. und oberd. mit Dativ.

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