Es ging a mol a Bettelsmann heraus

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Es ging a mol a Bettelsmann heraus

Es ging a mol a Bettelsmann heraus
er ging wohl für der schönen Frauen Haus
er bat sie um an Almosen an
dass er sich hübsch fein ernähren kann

Bettelsmann was soll ich euch denn geben
Soll ich euch geb n ein frisches junges Leben
Der Bettelsmann war also froh
Schmeißt seinen Bettelsack aufs Stroh

Sie gab ihm wol ein Hemdlein schneeweiß
Ar let sich zu der schönen Frau mit Fleiß
Sie schliefen beiander die ganze Nacht
Bis der helle Tag anbrach

Bettelsmann es is schun Zeit
Die Vöglein singen auf der grünen Heid
Er stund wol auf daß Gott erbarm
Klaubt seinen Bettelsack zusamm

Und wie er für die Thür naus kam
Begannt ihm der schönen Frau ihr Mann
Ai Herr ich wünsch euch das ewge Lab n
Was mir eure Frau für a Gab hat gabn 6

Weib was hast du dem Bettelsmann gabn
Daß er mir wünscht das ewge Labn
Ich ho ihm gahn erbarm es Gott
Alles was ich im Vermögen hott

Text und Musik: Verfasser unbekannt
Aus dem Kuhländchen: Mitgeteilt durch Hofrath Kiesewetter vor 1840 an Kretschmer, gedruckt in dessen Volksliedern I ́Nr 167
Deutscher Liederhort I (1893, Nr. 139b)

Liederthema:
Liederzeit: vor 1839 : Zeitraum:
Geschichte dieses Liedes:
Archivnummer: BSMA

Zur Geschichte dieses Liedes:

Parodien, Versionen und Variationen: Der Sagenstoff reicht bis ins 13 Jahrhundert zurück. Nicht bloß beim Minnesinger von Neifen fanden wir ein Bruchstück, sondern derselbe Stoff ist auch in einem erzählenden Gedicht Ende des 13 Jahrh behandelt ( von Hagen: Gesammtabenteuer II 245) Sehr wahrscheinlich hatte schon damals das Volk sich dieses Stoffes bemächtigt. ... weiter lesen

Letzte Aktualisierung am 17.06.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API