Bremer Stadtmusikanten

Es wohnt in einem Pfarrerhaus ein wunderschönes Kind

Es wohnt in einem Pfarrerhaus
ein wunderschönes Kind
sie war so schön, sie war so zart
wie andre Mädchen sind
Der Pfarrer sprach bei seiner Ehr:
Häng deinen Rock zu meinem her
alldort an jenen Nagel hin
kein Dieb den Rock nicht findt

Des Pfarrers und der Köchin Rock
hingen am Nagel dran.
Sie schliefen beisammen im oberen Stock
wie andre Frau und Mann
Des Pfarrers Rock hing oben drauf
er küßt das Mädchen oben drauf
Und was geschah in einem Jahr?
Der Rock verdoppelt war

Der Pfarrer saß bei einem Tisch
bei einem Hochzeitsschmaus
Er stürzet da ganz wunderlich
die vollen Gläser aus.
Es klopft ganz leise an die Tür
der Pfarrer sprach: .Herein zu mir!
Ach Pfarrherr, Pfarrherr, lauf geschwind
die Köchin kriegt ein Kind!

Ach soll denn dies die Wahrheit sein?‘
Sprach Pfarrherr und lief fort
Er eilet geschwind zur Köchin nein
und gab ihr gute Wort
Ach was denn das für Streiche sind
verflixt sei dies und jenes Ding!
Häng deinen Rock ja nimmermehr
an meinen Nagel her!

Text und Musik: Verfasser unbekannt : DVA A 96283, aus Mändrik , Tschechoslowakei , Phonogrammaufnahme von 1928.

Die Überlieferung dieses Liedes vom Pfarrer und seiner Köchin beginnt 1794 in einem handgeschriebenen Liederbuch der Bibliothek zu Wernigerode („Der wilde Ehestand des Pfarrers. Romanze“) und setzt sich in Handschriften von Soldaten und Studenten bis ins 20. Jh. hinein fort. Das Lied erscheint hier zum ersten Mal im Druck. ( in: Erotische Lieder aus 500 Jahren ) –

auch in Emil Karl Blümml , Schamperlieder. Eisaktal, Tirol.

Es war einmal im Pfarrershaus
ein wunderschönes Kind
Sie wär so hübsch und reizend schön,
Wie schöne Mädchen sind
Der Pfarrer schwur bei seiner Ehr
Häng du dein Rock auf meinen her
Wo so viele Nägel sind
Und du den Rock net findst.
Vidirallala etc.
Jä, wo so viele Nägel sind
Und du den Rock net findst.

Der Pfarrer sitzt in seinem Haus
Bei einem fetten Schmaus
Die leeren Gläser stürzt er um
Die vollen sauft er aus
Da klopft’s so leise an der Tür
Herr Pfarrer, mach auf, ich will zu dir
Herr Pfarrer, mach auf und lauf geschwind
Die Köchin kriegt a Kind.

Wie känn denn dieses möglich sein?
Sprach er mit einem Wort
Geht dann gleich zur Köchin  ´nein
Und gibt ihr die schönsten Wort
Mit dein verfluachtn Wimperlping
Hast du mir ein solchen Streich verkündt
Mein Lebtag häng i´s nimmermehr
Mein+  Rock auf deinen her!
Vidirallala etc.

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Liederthema: Erotische Lieder
Liederzeit: (1794)
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