Es blickt so still der Mond mich an

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Es blickt so still der Mond mich an
es fliesst so still der Rhein;
der Fischerknabe steht im Kahn
so mutterseelenallein.

Ich sitz am Rocken traurig still
in meinem Kämmerlein;
das Rädchen mir nicht schnurren will
so mutterseelenallein.


Wärst du bei mir und ich bei dir
du lieber Knabe mein,
du stünd’st nicht dort, ich säss nicht hier
so mutterseelenallein.


O komm zu mir, du süsse Maid
o komm zum stillen Rhein!
Wie lang soll ich vergehn vor Leid
so mutterseelenallein?


Wärst du bei mir zu dieser Stund
du liebes Mädchen mein,
nicht länger blieb das Herze wund
so mutterseelenallein!


Mit Spiel und Sang zieht froh daher
ein Schifflein durch den Rhein:,
o Seligkeit! Sie sind nicht mehr
so mutterseelenallein


Text: K. Ch. Tenner ()
Musik: Albert Braun – 1812

u.a. in: Allgemeines Deutsches KommersbuchAlbvereins-Liederbuch (ca. 1900) —

Liederthema: Liebeslieder
(2006)

Region: -


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