Früh beim dem ersten Sonnenstrahl (Die Schwarzen Teufel)

Früh beim dem ersten Sonnenstrahl (Die Schwarzen Teufel)

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Früh bei dem ersten Sonnenstrahl
ziehn wir aus der Kaserne
Trompetenklang und Hörnerschall
ertönt aus weiter Ferne
Gar lustig singt die Schützenschar
ein deutsches Lied nach deutscher Art
nach ihrem Übungsmarsche

Es fehlet unserm Regiment
Auch nicht an altem Ruhme
Bei Billiers, es ist bekannt.
Fiel Laub und frische Blume
Bei Sedan schallt es in der Schlacht:
Der Feind der rief: „Jetzt gebet Acht
Das sind die schwarzen Teufel!“

Was knattert denn der Chassepot
So nah an unserm Lager?
Drauf ging auch gleich der Teufel los
Die Schwarzen waren gleich zur Hand
Und drauf ging es fürs Vaterland
Mit lautem Hurrarufen.

Nun denket stets an eure Pflicht
Als unsre Landesstützen
Dass Keinem es an Mut gebricht
Wenns gilt das Vaterland zu schützen
Das uns stets achtet Jung und Alt
Und oftmals uns entgegenschallt:
„Ein donnernd Hoch den Schützen!“

Text und Musik: Verfasser unbekannt
in Deutscher Liederhort III 81894, Nr. 1796 „Die schwarzen Teufel“)
Lied des sächsischen Schützen-Regiments (seit 1871)

Liederthema:
Liederzeit: (1871)

Region:


Anmerkungen zu "Früh beim dem ersten Sonnenstrahl (Die Schwarzen Teufel)"

Böhme: „Die Melodie und Anfangsstrophe verdanke ich dem Hrn. Inspektor Konrad Reese, der das Lied als Schütze 1876 oft mitsang. Text bei E. R. Freytag, „Historische Lieder des sächsischen Heeres 1892, S. 142. Auch bei Rösch. Sang und Klang im Sachsenland.

Die sächsischen Schützen und Jäger hießen schon seit langer Zeit im Soldatenmunde die „Schwarzen“. Im Kriege 1870/71 soll Bismarck während eines Gefechts gefragt haben: „Wer sind denn die Schwarzen, die dort wie die Teufel den Berg hinauf klettern?“ Diese Schwarzen waren die sächsischen Schützen. Aus gleichem Anlass führen auch die Bayern seit jenem Kriege den vom Soldatenhumor gegebenen Namen „die blauen Teufel“.“