Der Mensch soll nicht stolz sein (Volkslied)

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Der Mensch soll nicht stolz sein (Volkslied)

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Der Mensch soll nicht stolz sein auf Glück und auf Geld
Es lenkt halt verschieden das Schicksal der Welt:
Der Eine hat die Gaben, die Gott ihm beschert
Der And´re muß graben tief unter der Erd´

Der Mensch soll nicht denken, ein anderer sei schlecht
im Himmel hat ein jeder das nämliche Recht
hat er viel oder hat er wenig,´s hat alles gleichen Wert
der Bettler und der König müssen unter die Erd´

Jetzt ziehen wir Krieger vom Schlachtfeld zurück
Da sucht manche Mutter mit weinendem Blick
ihren Sohn in den Reihen ob er wieder heimkehrt
Er liegt längst schon in Frankreich tief unter der Erd

Text: Karl Elmar (1. u. 2. Strophe, 1855), 3. Strophe: Verfasser unbekannt
Musik: nach der Original-Melodie von Suppé, zurecht gesungen

andere 3. Strophe im Ersten Weltkrieg:

Einst kauft sich ein Reicher vom Soldatenstand frei
sitzt hinter dem Ofen, raucht heimlich dabei
Wir alle müssen ziehen, wenn der Krieg ist erklärt
es ruht schon so mancher tief unter der Erd´

Anmerkungen zu "Der Mensch soll nicht stolz sein (Volkslied)"

Das Lied von Karl Elmar von 1855 wurde zurechtgesungen, neue Strophen entstanden, die ersten beiden Strophen wurden dabei oft beibehalten. Die Melodie hier hat nur noch einzelne Grundzüge des Originals, sie ist nach Tonfolge und Modulation zwar vereinfacht, aber verflacht. So wie hier wurde es Ende des 19. Jahrhunderts u. a. am Rhein  in Nassau und Hessen viel gesungen. (Böhme, 1895)

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