Den König segne Gott (Sachsenlied)

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Den König segne Gott
den er zum Heil uns gab
ihn segne Gott
Ihn schmücke Ruhm und Ehr
ihn flieh der Schmeichler Heer
Weisheit steh´um ihn her
ihn segne Gott

Gib ihm lang Regiment
dem Land Fried‘ und Ruh´
den Waffen Sieg
Er ist gerecht und gut
in allem, was er tut
schont jedes Sachsen Blut
ihn segne Gott

Wie Kinder liebt er uns
als Vater seines Volks
er unsre Lust.
Wir sollen glücklich sein
Von uns geliebt zu sein
kann nur sein Herz erfreun
ihn segne Gott

Auf, biedre Sachsen, schwört
dem König treu und fromm
und gut zu sein!
Eintracht sei unser Band
Dies schwöret Hand in Hand
Dann singt das ganze Land:
Ihn segne Gott

Text: Georg Karl Alexander von Richter (1883, als Sachsen Lied)
Musik: auf die Melodie von „Heil dir im Siegerkranz“ (God save the King)

u.a. in: Volkstümliche Lieder der Deutschen (1895) — Feuerwerker-Liederbuch (ca. 1880) — Liederbuch Postversand (1898)

Geschichte dieses Liedes:
Liederthema:
Liederzeit: (1883)
Region:

"Den König segne Gott (Sachsenlied)" wird auf diese Melodie gesungen:

Melodie zu

Anmerkungen zu "Den König segne Gott (Sachsenlied)"

Über die Entstehung dieser offiziellen sächsischen Königshymne war zeither nur Irriges bekannt. Dass der Text von August Mahlmann sei, wie Schulhefte angeben, ist grundlos und nur Verwechslung mit einem anderen SachsenliedGott segne Sachsenland„. In Mahlmann’s Gedichten steht nur sein Sachsenlied, nicht aber die Königshymne. Nach erfolglosen Nachforschungen auf Bibliotheken und Nachfragen im k. Staatsarchiv und k. Hausministerium, wandte ich mich an den hiesigen Stadtarchivar Dr. D. Richter, der gütigst mir als Resultat seiner Nachsuchungen folgendes mitteilte:

Das Lied „Den König Segne Gott“ wurde zum ersten Male öffentlich beim Empfange des zurückehrenden Königs Friedrich August in Dresden gesungen und zwar am Abend des 5. Juni 1815 bei einem Konzert im Cosel’schen Garten, am 6 Juni bei einem Festmahle auf dem Linde’schen Bade und am 7. Juni bei einem Fackelzuge der Leipziger Studenten auf der Schloßstraße. Es steht zuerst gedruckt in der bald nachher erschienenen Festschrift „Des Königs Friedrich August des Gerechten Heimkehr und Empfang am 7. Juni 1815, S. 116.  Der Verfasser des Textes ist nicht genannt.“

J. Chr. Hasche (Geschichte Dresdens 5, Th. Dresden 1820, S. 142) macht dazu folgende Bemerkungen: „Das englische Volkslied „God save the King“ (Den König segne Gott) war dem deutschen Texte nach schon in Dresden bekannt, wenigstens bei den fliegenden Kapellen in Trinkstuben, wo es der Harfenist Mecherlein spielte und sang. Der Kommerzien-Assistenzrat Richter, ein junges zu früh verblühtes Genie, hatte und eine deutsche Übersetzung davon geliefert, 1813 ward es Musikfreunden angenehm. Vorher ließ Graf Marcolini die Musik bei Hilscher in Zinn stechen und sorgte für deren Verbreitung. Genannter Dichter Georg Carl Alexander v Richter geb 12 Jan 1760 in Dresden

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