Bald gras ich am Neckar (Odenwald)

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Bald gras ich am Neckar (Odenwald)

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Bald gras ich am Neckar
bald gras ich am Rhein
bald hab ich schön Schatzerl
bald bin ich allein
Joidi, joi di vallerallera ..

Was batt mich das Grase
wann’s Sichel net schneidt
Was batt mich schön Schätzel
wanns bei mir net bleibt?

Da drüben bin ich rüber
wo’s kaiserlich is
Mein Schatz is mer lieber
als Geld auf dem Tisch.

Das Geld auf dem Tisch
und das Glas in der Hand:
Wo bleibt denn mein Schätzerl?
die Zeit wird mer lang.

Text und Musik: Verfasser unbekannt
in Deutscher Liederhort II (1893, Nr. 1049)

Das Liedchen mit seiner schönen Weise von einem Schmiede im Odenwald gesungen, stammt offenbar (wie Str. 3 verrät) aus Österreich. Aus der Lahngegend 1880 folgen noch zwei Scherzreime, die nach der allbekannten Melodie „Bald gras ich“ gesungen wurden:

Mei Dinal hat d‘ Nasn schö mitten im Gesicht,
Darf sakrisch acht gebn, daß ’s Heft nöt wegbricht.

Mei Dinal hat Zahnerl, so weiß wie a Schnee
Sind all zusamm eing’setzt, drum tuns ihr nöt weh

Geschichte dieses Liedes:
Liederthema: ,
Liederzeit: (1859)
Region:

Anmerkungen zu "Bald gras ich am Neckar (Odenwald)"

Folgende Version in:Liederbuch des Handwerker-Vereins zu Potsdam (1859)

Bald gras ich am Acker
bald gras ich am Rain
bald hab ich ein Schätzel,
bald bin ich allein

Was hilft mir mein Grasen,
wenn d´Sichel nicht schneid´t
was hilft mir ein Schätzel
wenn´s bei mir nicht bleibt

Da drüben bin ich rüber
wo´s kaiserlich is
weil Schatz ist mir lieber
als Geld auf dem Tisch.

Das Geld auf dem Tisch
und das Glas in der Hand:
wo bleibt denn mein Schätzel?
die Zeit wird mir lang

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