Ach Gott was Meiden tut

Ach Gott was Meiden tut

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Ach Gott was Meiden tut
und kränket manches Herz
und schwächt ein guten Mut
Vertreibet Schimpf und Scherz
viel manches Freudenspiel
wo sich zwei Liebe scheiden
ihr Herz mit Freuden will
es kumm dann Liebesziel

Text und Musik: Verfasser unbekannt
Frei nach dem Lochheimer Liederbuch (1452-1460). Handschrift S. 26, Nr. 26
in Deutscher Liederhort III (1894, Nr. 1643 „Was Meiden tut“)

Liederthema: ,
Liederzeit: (1460)



Anmerkungen zu "Ach Gott was Meiden tut"

Böhme: „Ganz abweichend musikalisch wie textlich unrichtig taktiert von Dr. Arnold in Chrysander’s Jahrbuch II. S. 130. Weil im Original die Vorzeichnung für Takt- und Tonart fehlt, hat er 4/4-Takt und Tenor-Schlüssel gewählt, b vorgezeichnet und die Stelle unter NB. verzerrt. Erk gab wie Arnold die Melodie im 4/4-Takt, las Altschlüssel (also äolisch), brachte die Melodie aber wieder mit Unnatur behaftet. — Die erste Auftaktnote, welche den Text richtig einführt, fehlt im Original. Ich lese die Melodie mit Baßschlüssel auf der Mittellinie und bekomme dorischen Modus, der zur Liebesklage besser sich eignet, als der ionisch-heitere (F-dur) bei Arnold. Als Taktmaß sehe ich das von der gegebenen Musik und gesunder Deklamation geforderte doppelt-dreizeitige. Das Es im 8. Takt habe ich zugefügt, um den Triton zu meiden, — Rob. Franz in seinem Arrangement gibt diese Melodie in e-moll mit 6/8-Takt. — Zu welchem älteren Liede der Anfang: „Frisch auf“ hier gehört habe, ist nicht ermittelt ; zum Landsknechtsliede gleichen Anfangs gewiß nicht.“