Wohlauf ihr klein’n Waldvögelein


Wohlauf, ihr klein’n Waldvögelein
all’s, was in Lüften schwebt
stimmt an, lobt Gott, den Herren mein
singt an, die Stimm erhebt!
Denn Gott hat euch erschaffen
zu seinem Lob und Ehr
G´sang, Feder, Schnabel, Waffen
kommt alles von ihm her

Sagt an, ihr lieben Vögelein
wer ist, der euch erhält?
Wo fliegt ihr hin, wo kehrt ihr ein
wenn Schnee im Winter fällt?
Wo nehmet ihr eure Nahrung
so viel als ihr begehrt?
Es bringt’´s ja die Erfahrung,
daß Gott euch all ernährt

Ihr habt kein Feld
kein’n Heller Geld
nichts, das die Taschen füllt
Der Tannenbaum ist eur Gezelt
Trutz dem, der euch was stiehlt!
Eu’r Flug ist: Lustig singen
stets loben Gott den Herrn
das Herz möcht euch zerspringen
bis zu dem Abendstern

Wer ist eu‘ r Koch und Kellner
daß ihr so wohlgemut?
Ihr trinkt kein‘ n Muskateller
und habt so freudig‘ s Blut
Nichts haben, nichts begehren
ist euer Lieberei
ihr habt ein‘ n guten Herrn
der hält euch all kostfrei

Ein jeder seh, wo er zuland
das Leben währt nicht lang
gar g’schwind und behend
hat alles ein End
gleicht wie das Vogelg‘ sang
Der den Storch ruft zu seiner Zeit
die Lerch‘, die Nachtigall
Der führ uns all in die ewig Freud
aus diesem Jammertal

Text und Musik: Verfasser unbekannt



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Liederthema: Freiheitslieder | Geistliche Lieder | Lieder von Arm und Reich
Liederzeit: (1650)
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