Wann kommt die frohe Stunde

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Wann kommt die frohe Stunde

Wann kommt die frohe Stunde
der Augenblick heran
dass ich von deinem Munde
die Rosen brechen kann?

Du bist so voller Tugend
Wie eine Rose blüht
O angenehme Jugend
Auf deinen Wangen glüht

Laß dich ja nicht verführen
Wenn ich nicht bei dir bin
Laß dich kein Herze rühren
So lang ich leb und bin

Die Freundschaft schenke Allen
Dein Herz behalte dir
So wirst du wohl gefallen
Der Welt, so wie auch mir.

Hätt ich dich nie gesehen
Wie ruhig könnt ich sein
Allein es ist geschehen
Mein Herz ist nicht mehr mein

Du hast es eingenommen
Behalt es fernerhin
ein Andrer solls bekommen
So lang ich leb und bin.

Jetzt möcht ich gerne wissen
Was wohl dein Herze denkt
Du hast es mir entrissen
Ich küsse was mich kränkt.

Ich küsse diese Ketten
Die du mir angelegt
Und will mein Leben wetten
Daß Keiner schwerer trägt.

Wird mir die Zeit zu lange
So denkt mein Herz an dich
Macht mir die Sehnsucht bange
So unterstütz’st du mich

In allem was ich wähle
Denk ich, ob dirs gefällt
O meine kleine Seele!
O meine kleine Welt!

Text und Musik: Verfasser unbekannt
W. Irmer, Volkslieder Nr. 59 (1842)
Deutscher Liederhort II (1893, Nr. 641a)

Das Lied war seit 1820 – 1840 in Norddeutschland ein viel gesungenes.

Geschichte dieses Liedes:


Liederthema:
Liederzeit: (1820)

Anmerkungen zu "Wann kommt die frohe Stunde"

Text genau so:

  • a) „Fünf schöne neue Lieder“ (Nr. I), Berlin, Zürngiblsche Buchdruckerei (fl. Bl. o. J. 1820)
  • b) Sechs schöne und neue Lieder (Nr. 3.), Frankfurt a. d. O. Trowitzsch und Sohn (nach 1821)
  • c) C. L. Lasch, Neues Gcsellschafts-Liederbuch. I Bändchen, 2. Aufl. Berlin 1822. —

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