Rübezahl zaubert etlichen Kuh- und Ochsenköpfe an

Es soll sich auch auf eine Zeit begeben haben, daß Rübezahl sich in eine verlassene Herberge gemacht und sich wie ein stattlicher Wirt erzeiget, indem es sich begeben, daß unterschiedliche vornehme Leute vorbei gereiset und sich über Nacht allda haben bewirten lassen. Zwar anfänglich, wie die Gäste angekommen, ist wenig Köstliches zu sehen gewesen, aber in kurzer Zeit waren die

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Sprungsage vom Oybin (Bechstein)

Der hohe Berg Oybin – anderthalb Stunden, und was der Fuchs, der sie gemessen, noch dreingegeben, von Zittau – erhebt sich stolz und prachtvoll inmitten eines herrlichen Gebirgskranzes; in alter Zeit ward ein Jagdhaus auf ihm erbaut durch einen Ritter, Quahl von Berka, dann eine Raubburg, die ein Eigen wurde der Herren von Leipa. Dieser Burg erwies Kaiser Karl IV.

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Vom Wunderblute zu Zehdenick

Im Jahre 1249 hat ein Weib zu Zehdenick eine geweihte Hostie in Wachs gedrückt und vor ihre Bierfässer begraben, damit die Leute ihr Bier desto lieber möchten holen und trinken. Da sie aber hernach einen scharfen Gesetzprediger gehöret, ist sie dadurch zur Erkenntnis ihrer begangenen Sünde gekommen. Und ob ihr wohl eine schwere Buße von ihrem Beichtvater ist auferlegt worden,

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Wie das Kloster Trebnitz erbaut wurde

Wie das Kloster Trebnitz von Heinrich I., Herzoge von Schlesien, erbaut worden und seinen Namen erhielt.: Herzog Heinrich der erste, auch mit dem Barte genannt, der Gemahl der frommen Hedwige, die in die Zahl der Heiligen versetzt und die Schutzpatronin Schlesiens ward, das sie einst milde beherrschte, ritt in den waldigen Höhen, dort wo jetzt im Tale Trebnitz liegt, um

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Wlasta (Valaska) . Ende des Matriarchats in Böhmen

Unter Libussa’s Frauenzimmern aber war eine Jungfrau, mit Namen Wlasta (etliche nennen sie Valaska). Dieselbe hatte einen hohen Geist, war eine rechte Mannin und konnte dazu wahrsagen. Derselben hatte Libussa ihre anderen Frauenzimmer auf ihrem Todbette, samt dem Schlosse Libus, befohlen. Als sie aber das Schloß in ihre Verwahrung genommen, dachte sie höher zu steigen und mehr Gewalt zu überkommen.

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Wundervolle Entdeckung eines Mordbrenners

Um das Jahr 1349 ist in Mecklenburg geschehen ein wunderbar Ding. Zu Wittenburg, in dem genannten Lande, ward ein Mann beschuldigt, daß er sollte etliche Häuser angesteckt haben. Er verneinte solches und vermaß sich auf seine Unschuld, daß er ein glühend Eisen tragen wollte. Es ward ihm in die Hand getan, er trug es, ohne einen Laut des Schmerzes von

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