Burg Greifenstein

Schon in der ersten Hälfte des elften Jahrhunderts waren die Herren von Greifenstein wegen ihrer Reichtümer und Macht berühmt. Einer dieser ältesten Bewohner der Burg war Reinhard, ein Ritter von rauher Gemütsart. Seine frühzeitig sterbende Gemahlin hinterließ ihm eine Tochter Etelina, die sie, vor ihrem Hinscheiden, dem alten Schloßkaplan empfahl. Ein holdes Äußere schmückte den Körper des jungen Fräuleins, der

Weiterlesen

Das Innere des Zobtenberges: Schatz im Berg

Es war einmal ein Mann, der ist einmal im Berge herum gekrochen und hat Vogelnester gesucht. Wie er nun in eine wilde, wüste Steinrücke kommt, so sieht er eine Höhle mit einer offen stehenden Türe, eine große, zwar nicht ganz finstere, doch weit hinein gehende, furchtsame Höhle. Da fing er sich an zu fürchten und blieb stehen, sah sich ganz

Weiterlesen

Das Roß des Horymirz (Gold und Silber gegen Brot)

Etliche aus dem Volke kamen 846 zu dem Herzoge Krzesomysl und hielten ihm den großen Mangel des Brotes vor, welcher in diesem Lande von nirgends anders, als von den Bergleuten, die den Ackerbau verlassen, herkomme. Sie baten den Herzog, er wolle alle Bergleute von dieser Arbeit, und besonders um Przibram, die Eule, Pisak und Schittenhof, abzustehen befehlen. Der Herzog hörte

Weiterlesen

Das stille Volk (Hoya)

Es ist einmal einem Grafen von Hoya ein kleines Männlein in der Nacht erschienen, und wie sich der Graf entsetzet, hat es zu ihm gesagt: er sollte sich nicht entsetzen; denn er hätte ein Wort an ihm zu werben, er möchte ihm das nicht abschlagen. Darauf der Graf geantwortet: wenn es zu tun möglich wäre und ihm und den Seinen

Weiterlesen

Das verborgene Schloß im Walde

Herzog Ulrich machte sich 1009 zu Sommerszeiten auf und ritt in weite Wälder auf die Jagd; denn er dieser Kurzweile mit Fleiß nachhing. Und einer aus seinen Wladyken führte ihn auf sein Schloß, genannt Drschtka, von dannen sie gar oft mit einander auf die Jagd zu reiten pflegten. Nun begab es sich eines Tages, daß der Herzog einem Wilde nachjagete,

Weiterlesen

Das Wunderblut zu Belitz (Progrom)

Schilderung eines Progroms an der jüdischen Bevölkerung im Wendland um 1245. Progrome an der jüdischen Bevölkerung wegen der „Marterung von Hostien“. Sogenannte „Hostienschändung“ gab es vor der Reformation vielfach. So z. B. 1492 in Mecklenburg „Im tausend zweihundert und sieben und vierzigsten ward das Wunderblut zu Belitz gefunden und auch in selbigem Jahre heilig bestätiget. Etliche Juden hatten mit einer

Weiterlesen

Das Wunderblut zu Wilsnack in der Priegnitz

Im tausend dreihundert und drei und achtzigsten Jahre nach Christi Geburt ist die große Wallfahrt zur Wilsnack in der Priegnitz, unter dem Bischof zu Havelberg, angegangen, wegen der blutigen Hostien, so nach Abbrennung der Kirche daselbst, am 24. August daselbst gefunden worden. Denn als auf gedachte Zeit ein Priegnitz’scher Edelmann, mit Namen Heinrich von Bülow, das Dorf Wilsnack, wie auch

Weiterlesen

Der bestrafte Mönchs Geitz

Im Jahre 1151 stiftete Ratibor der erste das Kloster Grobe oder Grabow, Prämonstratenser Ordens, im Lande Usedom, welches endlich nach Pudgla verlegt ward, und begnadigte es mit dem Zehnten aus dem Lande zu Großwyn. Das Kloster Grobe, am Wasser gelegen, hatte auch die Fischerei und da ereignete sich die bewunderungswürdige Erscheinung, daß jährlich zween gewaltige Störe sich an der Küste

Weiterlesen

mp3 anhören CD buch