Bremer Stadtmusikanten

Die heidnische Jungfrau im Schlosse zu Glatz

Als die Grafschaft Glatz noch heidnisch war, lebte auf dem Schlosse zu Glatz eine Jungfrau, deren Namen uns die Sage nicht aufbewahrt hat, Heidin und versenkt in die größten Üppigkeiten und Wollüste, dabei eine mächtige Zauberin. Bei ihr lebte ihr Bruder, den sie, wie die Sage geht, sich selbst als Gemahlin verbunden habe. Mit wunderbarer Stärke begabt, vermochte sie mit

Weiterlesen

Die wundertätige Hostie zu Doberan

Zu Doberan, im Kloster, ging im Jahre 1179 ein Bauer zum heiligen Abendmahl und hatte kaum die Hostie empfangen, als er sie auch, unvermerkt, aus seinem Munde nahm, des Willens, sie unversehrt in seine Hütte zu nehmen, indem er meinte, seine Herde sollte durch solch Heiligtum, dem jedermann so große Ehre antat, merklich vermehret werden. Aber der heilige Schein, der

Weiterlesen

Der bestrafte Mönchs Geitz

Im Jahre 1151 stiftete Ratibor der erste das Kloster Grobe oder Grabow, Prämonstratenser Ordens, im Lande Usedom, welches endlich nach Pudgla verlegt ward, und begnadigte es mit dem Zehnten aus dem Lande zu Großwyn. Das Kloster Grobe, am Wasser gelegen, hatte auch die Fischerei und da ereignete sich die bewunderungswürdige Erscheinung, daß jährlich zween gewaltige Störe sich an der Küste

Weiterlesen

Landgraf Ludwig der Eiserne und der Schmied

Landgraf Ludwig der Eiserne von Thüringen (geboren 1128; gestorben am 14. Oktober 1172 in Neuenburg bei Freyburg/Unstrut) verirrte sich einst auf der Jagd im Walde, als er sich auf derselben bis in die Nacht aufgehalten hatte und kam, durch die Wahrnehmung eines Feuers, bis in die Ruhl. Daselbst ging er, unbekannt, in eines Jägers Kleid, vor eines Schmieds Haus und suchte

Weiterlesen

Der Tod des heiligen Beneda

Neben dem Schloß Meissen in Sachsen hatte im Jahre 1088 König Wratislaus der erste von Böhmen eine Gegenfestung angelegt, zur Zügelung der Stadt, zu jener Zeit, als Meissen durch Kaiser Heinrich den 4ten dem Böhmerlande zugeschlagen ward. Guozedek hieß sie in Böhmischer Sprache, jede Spur ist jetzt davon verloren. Ein Böhmischer Herr, Beneda genannt, landräumig aus unbekannten Ursachen, begab sich

Weiterlesen

Ludwig der Springer

Adelheid, die Frau von Weissenburg, stellte sich anfangs über den Tod ihres Gatten sehr traurig, machte aber bald hernach offenbar, daß sie eben die Ursache gewesen, warum ihr Gemahl so schmählich sterben müssen; denn sie vermählte sich bald darauf mit Graf Ludwig und zeugte sieben Kinder mit ihm. Über diese Unbilligkeit beklagte sich des ermordeten Pfalzgrafen Bruder, Adelbertus, Erzbischof zu

Weiterlesen

Die Frau von Weissenburg

Graf Friedrich, Pfalzgraf zu Sachsen, wohnte in dem Osterlande auf dem Schlosse Schiepelitz und hatte ein überaus schönes Weib, die hieß Adelheide und war des Herzogen von Sachsen Tochter. Die hatte Ludewig der zweite aus (Thüringen?, Ludwig der Springer?, M. Z.) dermaßen lieb und hätte sie gerne zu der Ehe gehabt, wenn sie ihren Herrn nicht mehr hätte. Dasselbige Weib

Weiterlesen

Burg Greifenstein

Schon in der ersten Hälfte des elften Jahrhunderts waren die Herren von Greifenstein wegen ihrer Reichtümer und Macht berühmt. Einer dieser ältesten Bewohner der Burg war Reinhard, ein Ritter von rauher Gemütsart. Seine frühzeitig sterbende Gemahlin hinterließ ihm eine Tochter Etelina, die sie, vor ihrem Hinscheiden, dem alten Schloßkaplan empfahl. Ein holdes Äußere schmückte den Körper des jungen Fräuleins, der

Weiterlesen

Die entführte Nonne

Anno 1026 lebte in Böhmen Brzetislaus, Herzogs Ulrich Sohn, ein schöner Jüngling, auch mit allen guten Tugenden von unserem Herren Gott vor andern gezieret. Er pflegte seine Jugend je und allwege mit Rennen, Stechen, Turnieren und anderen ritterlichen Spielen, vor anderen seines Alters Gleichen, zu beweisen und sich darinnen zu üben. Zu der Zeit war in deutschen Landen ein berühmter

Weiterlesen

Das verborgene Schloß im Walde

Herzog Ulrich machte sich 1009 zu Sommerszeiten auf und ritt in weite Wälder auf die Jagd; denn er dieser Kurzweile mit Fleiß nachhing. Und einer aus seinen Wladyken führte ihn auf sein Schloß, genannt Drschtka, von dannen sie gar oft mit einander auf die Jagd zu reiten pflegten. Nun begab es sich eines Tages, daß der Herzog einem Wilde nachjagete,

Weiterlesen