Liedergeschichte: Stimmt an mit hellem hohen Klang

Zur Geschichte von "Stimmt an mit hellem hohen Klang": Parodien, Versionen und Variationen.

Nach einem 14-strophigen Neujahrsgedicht „Es war erst frühe Dämmerung“, mit dem Matthias Claudius den Jahrgang 1773 des Wandsbecker Boten eröffnete, entstand um 1794 eine gekürzte Fassung mit dem neuen Anfang: „Stimmt an mit hellem hohem Klang“. Das Lied wurde zunächst besonders von Studenten auf eine Melodie von D. Spazier gesungen. Die populärste Fassung von Methfessel steht 1818 in dessen „Commers- und Liederbuch“. Das Lied ist besonders von deutschnationalen Burschenschaftern gesungen worden und entstand im Kontext der Befreiungskriege gegen das napoleonische Frankreich. Es ist vielfach parodiert und umgedichtet worden.

Stimmt an mit hellem hohen Klang,
stimmt an das Lied der Lieder,
des Vaterlandes Hochgesang!
Das Waldtal hall es wider.
Des Vaterlandes Hochgesang!
Das Waldtal [...] ...

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Die Alten hielten frohen Sang
Nebst frommen Wunsch in Ehren
Sie mochten gern mit hellem Klang
Die Wunschesbecher leeren

Ihr erstes Gut „Heil“ scholl allzeit
Dem [...] ...

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Dir öffnet sich jetzt uns´re Brust
zu treuem Bruderleben
Du teilest mit uns Leid und Lust
in ernstem Geistesstreben

Sei fromm in Denken, Wort und Tat


Diogenes lag vor der Stadt
Korinthus in der Sonne
und schmauchte sein Kartoffelblatt
mit philosophischer Wonne

Da täten Stutzer aller Art
dahin des Weges schwenzeln,
um [...] ...


Grüß Gott dich edler Zollernfürst
von allen deutschen Zungen
ist heut der frohe Jubelruf
tief aus der Brust gedrungen

Nicht viele Worte sind mir not
daß [...] ...

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Es klingt ein Lied aus alter Zeit
aus halb vergeßnen Tagen
ein Lied von wildem Schwerterstreit
ein Lied von heißem Schlagen

Da hielten sie getreue Wacht


Nun ist die schöne Wanderzeit
die hellen Bächlein springen
von Berg zu Tal und weit und breit
tut sich Gesang erschwingen

Nun nehmen auch im Schwabenland


Heil Braunschweig du mein Vaterland
hoch seist du mir gepriesen
Du Heimatflur und Liebesband
der Sachsen und der Friesen

Wo ist ein Land im deutschen Reich


Es ruht versenkt an stillem Ort
Tief unter Urwalds Eichen
Ein teurer, bergentrückter Hort
Ein Wunschhort ohnegleichen

Da liegt Herrn Wotans Runenspeer
Dabei Frau Friggas Spule


Was uns der Väter Heldentum
in schwerer Zeit errungen
das preisen wir zu ihrem Ruhm
mit allen deutschen Zungen

Der Ahnen zeigten sie sich wert
in [...] ...

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