Wo kühn Natur mit Jugendkraft strebt auf

Wo kühn Natur mit Jugendkraft
strebt auf zum Licht der Sonnen
hat freie, deutsche Bauernschaft
den Wagemut gewonnen

Wär so wie wir ein jeder Mann
ein freier Sohn der Erde
die Donner Gottes rollten dann
der Welt ein neues Werde

Ist kraftvoll mit der Wucht der Tat
der Welt geholfen worden
der Landmann tat’s, tat’s schlicht und grad
die Sonne war sein Orden

Der Recke, der das Deutsche Reich
von neuem ließ genesen
der große Mann, an Ehren reich –
ein Landmann ist’s gewesen.

Der Landmann tut’s allüberall
soweit die Sterne kreisen
das Weltgesetz – dem Erdenball
schreibt er’s mit Blut und Eisen.

Laßt, Freunde, drum der Landwirtschaft
uns festen Sinns vertrauen
des Volkes Heil, des Reiches Kraft
auf diesen Felsen bauen.

Text: Karl Thielbörger
Musik: auf „Stimmt an mit hellem hohen Klang
Blut und Bodenlyrik in: Allgemeines Deutsches Kommersbuch

Zur Geschichte dieses Liedes:

Parodien, Versionen und Variationen:

Nach dem ursprünglich 14 Strophen langen Gedichte „Mein Neujahrslied“ von Matthias Claudius von 1772. mit einigen Änderungen zu einem selbständigen „Weihelied“ umgearbeitet. Das gekürzte Lied mit dem jetzigen Anfange „Stimmt an mit hellem hohen Klang“ wurde mehrfach vertont und vor allem von Studenten gesungen. Die populäre Melodie von Albert ... weiter lesen