Liedergeschichte: Drei Lilien

Parodien, Versionen und Variationen von Drei Lilien


Es blies ein Jäger wohl in sein Horn

Es blies ein Jäger wohl in sein Horn, Und alles was er blies das war verlorn. Soll es denn alles verloren seyn? Ich wollte lieber kein Jäger seyn. Er zog sein Netz wohl über den Strauch, da sprang ein schwarzbraunes Tierlein heraus. Ei Tierlein, laß deine Füße nur stahn, meine schneeweiße Hündlein, die fangen dich schon Deine großen Hunde die holen

Jägerlieder | Liederzeit: | , | 1560


Graf Friederich wollt ausreiten

Graf Friedrich wollt ausreiten mit seinen Hochzeitleuten zu holen seine liebe Braut die ihm zur Eh ward angetraut Und als er auf den Wagen stieg das Schwert ihm aus der Scheide glitt es fiel der Jungfer Braut auf ihren Schoß das rothe Blut auf der Erde rum floß Was zog er aus seiner Taschen ein Tuch schneeweiß gewaschen er zog

Balladen | Liederzeit: | 1637


Graf Friedrich tät ausreiten (1800 , Achim von Arnim)

Graf Friedrich tät ausreiten Mit seinen Edelleuten Wollt holen seine liebe Braut Die ihm zur Ehe war vertraut Als er mit seinem hellen Hauf Ritt einen hohen Berg hinauf An einem kleinen Weg Kam er auf einen schmalen Steg In dem Gedräng dem Grafen wert Schoß aus der Scheid ein scharfes Schwert Verwundet ihm sein liebe Braut Mit grossem Schmerz

Balladen | Liederzeit: | , | 1800


Es hatt ein Bauer ein Töchterlein (Mittelfranken)

Es hatt´ ein Bauer ein Töchterlein die soll die Schönste im Lande sein Es kam einst ein Graf in sein Haus und freit´ ihm sein Töchterlein ´raus. „Meine Tochter ist noch gar zu klein sie geht ins elfte Jahr hinein.“ Der Graf ließ dem Bauer kein Ruh und Fried und nahm ihm sein Töchterlein mit Es stand wohl an dreiviertel Jahr,

Balladen | Zwangsheirat | Liederzeit: | 1800


Es blies ein Jäger wohl in sein Horn (1805)

Es blies ein Jäger wohl in sein Horn Und alles was er blies das war verlorn hoppsassa trararara und alles was er blies das war verlorn Er zog sein Netz wohl über den Strauch da sprang ein schwarzbraunes Mädel heraus Ach schwarzbraunes Mädel, entspringe mir nicht ich hab große Hunde, die holen dich Deine großen Hunde die holen mich nicht

Jäger und Mädchen | Liederzeit: | 1805


Drei Lilien drei Lilien

Drei Lilien, drei Lilien die pflanzt´ich auf mein Grab Da kam ein stolzer Reiter und brach sie ab. Mit Juvi valle ralle ralle ralle ra da kam ein stolzer Reiter und brach sie ab Ach Reitersmann, ach Reitersmann laß doch die Lilien stehn Die soll ja mein Feinsliebchen noch einmal sehn Juvi valle ralle ralle ralle ra die soll ja

Trauerlieder | Liederzeit: | 1830


Es blies ein Jäger wohl in sein Horn (1843)

Es blies ein Jäger wohl in sein Horn und Alles was er blies das war verlorn Soll denn mein Blasen verloren sein viel lieber wollt ich kein Jäger mehr sein Er warf sein Netz wohl über den Strauch da sprang ein schwarzbrauns Mädel heraus Ach schwarzbrauns Mädel entspringe mir nicht ich habe große Hunde die holen dich Deine großen Hunde

Jägerlieder | Liederzeit: | 1843


Es wohnt ein Markgraf an dem Rhein (vor 1840)

Es wohnt ein Markgraf an dem Rhein der hatte drei schöne Töchterlein Die Eine freit ins Niederland die Andre freit nicht weit davon Die Dritte die blieb ganz allein sie wollt so gern eine Dienstmagd sein Sie ging vor ihrer Schwester Tür und klopfet da so leise für Wer ist denn draußn wer klopfet an der mich so leis aufwecken

Liebeskummer | | , | 1843


Im schönsten Wiesengrunde

Im schönsten Wiesengrunde ist meiner Heimat Haus Da zog ich manche Stunde ins Tal hinaus Dich mein stilles Tal, grüß ich tausendmal! Da zog ich manche Stunde ins Tal hinaus Wie Teppich reich gewoben, steht mir die Flur zur Schau; O Wunderbild, und oben des Himmels Blau. Dich mein stilles Tal grüß ich tausendmal! O Wunderbild, und oben des Himmels

Heimatlieder | Liederzeit: | , , | 1851


Es spielte ein Graf mit einer Magd

Es spielte ein Graf mit einer Magd sie spielten alle beide und als der helle Morgen anbrach da fing sie an zu weinen. „Wein‘ nicht, wein‘ nicht mein Mägdelein dein‘ Ehr will ich bezahlen Ich will dir geben den Reitknecht mein dazu zwölfhundert Taler.“ „Den Reitknecht dein, den mag ich nicht, Ich will den Herren selber. Ich will hinweg, ich will

Balladen | | | 1900