Liedergeschichte: Blaubart

Zur Geschichte von "Blaubart": Parodien, Versionen und Variationen.

Deutschsprachige Lieder vom Ulinger oder „Blaubart“ gibt es etwa seit dem 16. Jahrhundert. Wir erfahren aus diesen Liedern von einem Ritter, der mit seinem Gesange eine junge Frau anlockt, die dann von ihm getötet werden soll. Bereits elf Frauen hatte er betört und ermordet, aber die zwölfte kann sich wehren.  In anderen Varianten wird auch sie getötet, aber der Mord durch ihren Bruder gerächt. Auch in Kinderspielen finden sich noch Spuren dieser schrecklichen Geschichte.

Gut Ritter der reit durch das Ried
er sang ein schönes Tagelied
er sang von heller Stimme
daß in der Burg erklinget

Die Jungfrau an dem Laden lag
sie hört gut Ritter singen
„Ja wer ist der da singet ?
mit dem will ich von hinnen“

„O Jungfrau wöllt ihr mit mir gahn
ich will euch lernen [...] ...

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Es ritt ein Reiter wohl durch das Ried
fing an zu singen ein schönes Lied
ein Lied von dreierlei Stimmen
daß es aus dem Walde  tut klingen

Ein Mädchen unter der Haustür stand
und hörte, wie er da singen kann
„Ach könnt ich so singen wie der
ich gäb ihm ja gleich meine Ehr“

Der Reiter ritt auf [...] ...

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Es ritt ein Ritter wol durch das Ried
er fing es an ein neues Lied
gar schöne tät er singen
daß Berg und Tal erklingen

Das hört des Königs sein Töchterlein
in ihres Vaters Schlafkämmerlein
sie flocht ihr Härlein in Seiden
mit dem Ritter wollte sie reiten

Er nahm sie bei ihrem seidnen Schopf
und schwung sie [...] ...

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Es zogen drei Sänger wohl über den Rhein
sie sangen mach lustiges Liedelein
sie sangen aus dreierlei Stimmen
daß die Täler, daß die Berge erklingen

Das hörte des Kaisers Töchterlein
in ihrem stillen Schlafkämmerlein
mit den Sängern, da möchte ich wohl reisen
denn das Singen, denn das Singen ist meine Freude

Und sie kamen an einen grasgrünen [...] ...


Es war einmal ein Mann, der hatte die schönsten Häuser in der Stadt und auf dem Lande, Gold und Silberzeug in Menge, kostbare Möbel und vergoldete Karossen; aber unglücklicherweise hatte dieser Mann einen blauen Bart, der ihn so abscheulich häßlich machte, daß, wo er sich nur sehn ließ, Frauen und Mädchen ihm aus dem Wege [...] ...


Schön Ullerich und Hanselein
die wolltn zusammen ein Mädel frein

Der Ulrich kriegt die schöne Magd
dem Hansel wurd sie abgesagt

Sie ging wohl in die Kammer
packt ihr Geschmeid zusammen

Er nahm sie bei ihrer schneeweißen Hand
und führt sie nein in dicken Wald

Und wie sie ein Stück gegangen war
sah sie eilf Jungfraun hangen dar

Schweig still [...] ...

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In einem Walde lebte ein Mann, der hatte drei Söhne und eine schöne Tochter. Einmal kam ein goldener Wagen mit sechs Pferden und einer Menge Bedienten angefahren, hielt vor dem Haus still, und ein König stieg aus und bat den Mann, er möchte ihm seine Tochter zur Gemahlin geben. Der Mann war froh, daß seiner [...] ...


Ulrich ging aus Singen heraus
und sang dem König sein Tochter heraus
und sang dem König sein Tochter heraus

Sie ging von Kammer zu Kammer
sucht ihr Gold und Kleinod zusammen

Sie ging wohl bis an den Wald
da kam eine Turteltaub gesandt

Kehr um, kehr um, gut Königskind
der Ulrich, der betrüget dich

Sie gingen wohl durch die [...] ...


Als Odilia ein klein Kind war
Da starb ihr Vater und Mutter ab

Odilia wuchs auf und sie wurd groß
Sie wuchs dem Reiter wohl in den Schoß

Odilie willst du mein eigen sein
Sieben Pfund Goldes werden dein

Odilia dachte in ihrem Mut
Die sieben Pfund Goldes wären gut

Sie ging auf ihr Schlafkämmerlein
Ziert sich wie eine Braut [...] ...

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Es war einmal ein gewaltiger Rittersmann, der hatte viel Geld und Gut, und lebte auf seinem Schlosse herrlich und in Freuden. Er hatte einen blauen Bart, davon man ihn nur Ritter Blaubart nannte, obschon er eigentlich anders hieß, aber sein wahrer Name ist verloren gegangen. Dieser Ritter hatte sich schon mehr als einmal verheiratet, allein [...] ...

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