Bremer Stadtmusikanten

Wilhelm Müller

| 1794

Wilhelm Müller (1794-1827) ist der Dichter der Lieder Das Wandern ist des Müllers Lust (1821) und Am Brunnen vor dem Tore (1822). Bekannt wurden diese Gedichte zunächst als Kunstlieder durch die Vertonung von Franz Schubert (1797-1828) mit dem Titel „Die Wanderschaft“ im Liederzyklus “Die schöne Müllerin“ bzw. „Der Lindenbaum“ im Liederzyklus „Die Wintereise“(1823).

Müller hat als Freiwilliger an den Befreiungskriegen 1813-1814 teilgenommen. Nach Abschluss seiner altsprachlichen und geschichtlichen Studien wurde er 1819 Lehrer an der Gelehrten Schule in Dessau und später auch deren Bibliothekar. Aus seiner Hauptschaffenszeit (etwa 1820 bis 1825) als Schriftsteller und Dichter stammt die Schilderung „Rom, Römer und Römerinnen“, der Sammelband „ Sieben und siebzig nachgelassene Gedichte aus den Papieren eines reisenden Waldhornisten“ und „Die Lieder der Griechen“.

Die zunehmende Beliebtheit seiner beiden bekanntesten Gedichte hat Müller nicht mehr erleben dürfen, da erst 1844 der Komponist und Chorleiter Carl Friedrich Zöllner (1800 – 1860) für Die Wanderschaft eine volkstümliche Melodie schuf und der Komponist und Musikpädagoge Friedrich Silcher (1789 – 1860) die von Schubert komponierte Melodie für Am Brunnen vor dem Tore erst 1846 für den Laiengesang arrangierte, beides Beispiele dafür, wie aus einem Kunstlied ein Volkslied werden konnte.

Georg Nagel, Hamburg

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Luise Hensel – am 30. März 1798 geboren in Linum , Brandenburg und 18. Dezember 1876 gestorben in Paderborn – schrieb das bekannte Nachtlied „Müde bin geh zur Ruh“ Sie war verschwägert mit Fanny Hensel und verdrehte unter anderem Clemens Brentano und Wilhelm Müller den Kopf

Das Wandern ist des Müllers Lust

Das Wandern ist des Müllers Lust Das Wandern Das muß ein schlechter Müller sein Dem niemals fiel das Wandern ein Das Wandern Das Wandern…. Vom Wasser haben wir´s gelernt Vom Wasser Das hat nicht Ruh bei Tag und Nacht ist stehts auf Wanderschaft bedacht Das Wasser Das Wasser…. Das sehn wir auch den Rädern an […]

Ich hört ein Bächlein rauschen

Ich hört ein Bächlein rauschen Wohl aus dem Felsenquell, Hinab zum Tale rauschen So frisch und wunderhell. Ich weiß nicht, wie mir wurde, Nicht, wer den Rat mir gab, Ich mußte auch hinunter Mit meinem Wanderstab. Hinunter und immer weiter Und immer dem Bache nach, Und immer frischer rauschte Und immer heller der Bach. Ist […]

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