Liederlexikon: Boie

| 1744

Der Pfarrerssohn Heinrich Christian Boie wurde am 19. Juli 1744 Meldorf geboren, studierte Jura in Jena, ab 1769 in Göttingen. Dort gründete er 1770 zusammen mit Friedrich Wilhelm Gotter die literarische Zeitschrift “ Göttinger Musenalmanach „. Am 12. September 1772 gründeten Johann Heinrich Voß, Johann Martin Miller, dessen Vetter Gottlieb Dieterich Miller, Ludwig Christoph Heinrich Hölty, Johann Friedrich Hahn und Johann Thomas Ludwig Wehrs den Göttinger Hainbund. Boie stieß wenig später, mit den Grafen Stolberg und anderen, hinzu. Seine Zeitschrift, der Göttinger Musenalmanach, wurde das Sprachrohr des Hainbundes. Boie war neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit hannoverscher Staatsekretär, seit 1781 dänischer Justizrat und Landvogt.

In den Jahren 1776 bis 1788 war Boie dann der Herausgeber des Deutschen Museums und 1789-1791 der Fortsetzung dieser Reihe, des Neuen Deutschen Museums, einer Zeitschrift, die Platz für alle literarischen Richtungen bot und unter anderem Hölderlin inspirierte. Der mutmaßliche Freimauerer starb im Alter von 62 Jahren am 3. März 1806 in Meldorf, Schleswig-Holstein. (Ausführliches Portrait)

    Boie im Archiv: