Keine Rose ohne Dornen

An die Unbeständige

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Keine Rose ohne Dornen

Keine Rose ohne Dornen
keine Liebe ohne Pein
glaub, ich bin zum Leid geboren
kann fürwahr nicht anders sein
Was ich suche zu ergetzen
muss ich aus den Augen setzen
Glaub, dass ich nur immerhin
auch ein Sklav des Unglücks bin

Dich, mein Engel zu erwerben.
Dieses ist mein Wunsch und Sinn
Wegen deiner werd ich nicht sterben
Ob ich dir gleich zuwider bin
Du gefällst zwar meinen Augen
Aber eins will mir nicht taugen
Wenn man mich zur Tafel weist
Wo man Andre abgespeist

Eines kann ich nicht verstehen
Fällt mir im Gedanken ein:
Wo zwei Herzen zusammen stehen
Muß die Lieb beständig sein
Man kann singen oder pfeifen
Kann man’s doch mit Händen greifen
Wo zwei Hund an einem Bein
Einer muß betrogen sein.

Soll ich denn noch länger lieben?
Ei! so lieb ich doch allein
Mir soll mein Herze nichts betrüben
Ich will lieben nur allein
Du brauchst mich nicht zu verzieren
Ich laß mich ja nicht verführen
Lieber Lieben stell ich ein
Als so falsch geliebt zu sein

Text und Musik: Verfasser unbekannt
in Deutscher Liederhort II (1893, 680 „An die Unbeständige“)

Fliegendes Blatt „Fünf schöne Arien“ (die Erste, um 1786). Man sang das Lied nach der Melodie „Schönstes Kind zu deinen Füßen„; Böhme hat diese nach der Notation bei Ditfurth II. Nr. 109 vorgesetzt.

Geschichte dieses Liedes:


Liederthema:
Liederzeit: (1786)

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