Ich schoß nach einer Taube

Blümlein zum Kranz.

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Ich schoß nach einer Taube
In einem grünen Wald
So hoch auf einem Baume
Die saß und sang so schöne
Das war meins Herzen Lust

Ich meine nit die Taube
Die mir entflogen ist
Ich mein meines Buhlen Güte
Darnach sieht mein Gemüte
Zu ihr steht all mein Sinn

Was sah ich in dem Walde?
Ich sähe hin und her
Die Blümlein so wohl gestalte
Bei einem Brünnlein kalte
Darnach stund mein Begehr.

Da brach ich derselben Blümelein
Zu einem Kranze schön
Und gabs der Herzallerliebsten mein
Ich kann und mag ihr nit Feind gesein
Sie ist meins Herzen ein Kron

Text und Musik: Verfasser unbekannt
in Deutscher Liederhort II (1893, Nr. 441)
aus Ambraser Liederbuch 1582 Nr. 147 als Str. 5—8 dem Liede eingeschoben: Ich reit mir aus kurzweilen. Uhland 24, 5 — 8.

Liederthema:
Liederzeit: (1582)

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