I hän mim Schatz en Maie gmacht

Der Maistrauß für den Liebsten

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I hän mim Schatz en Maie gmacht
Er soll mer e hole am Samtig z’Nacht

I hän em dri tho Nägeli
Es sei kei sübrers Chnäbeli!

I hän em dri tho Zipereß
Daß er miner nit vergeß.

I hän em dri tho Veieli-chrut
Jez hän i gmeint, i sei si Brut

I hän em dri tho Maiero, —
Wie bin i doch so herzli froh!

I hän em dri tho Chillesoppe —
Er soll mer au chli nohe toppe.

I hän em dri tho Rosmari —
I hoff, er soll min eige si.

Handschriftlich bei Stutz. Tobler I. 140
Deutscher Liederhort II (1893, Nr. 624)

Abweichungen im Text

Worterklärungen

  • 1.2 Er soll mir ihn holen am Samstag zur Nacht.
  • 2, 1 Ich Hab ihm drein getan (gebunden) Nägelein (Nelken)
  • 3, 1 Zipereß, Cypressen.
  • 4, 1 Veieli-chrut, Veilchcnkraut.
  • 5, 1 Maiero, Majoran.
  • 6, 1 Chillesoppe, Kirchen-Psop.
  • 6, 2 nohe toppe, ein wenig nachtragen, nachgehen.

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