Bremer Stadtmusikanten

Nägeli

Hans Georg Nägeli

| 1970

Der Komponist, Musikverleger und Musikpädagoge Hans Georg Nägeli wurde am 26. Mai 1773 in Wetzikon (Kanton Zürich) geboren. Nach der musikalischen Ausbildung bei seinem Vater, dem Pfarrer Hans Jakob Nägeli, ging er 1790 nach Zürich, um dort seine Klavierstudien bei dem Pianisten Johann David Brünings fortzusetzen. Ein Jahr später gründete Nägeli eine Musikalienhandlung mit Leihbibliothek und fügte 1794 noch einen Verlag hinzu, mit dem er besonders durch die Herausgabe von Klavierwerken Johann Sebastian Bachs (Wohltemperiertes Clavier, 1801 und Kunst der Fuge, 1802), Georg Friedrich Händels, aber auch zeitgenössischer Komponisten wie etwa Ludwig van Beethovens oder Muzio Clementis hervortrat. Infolge erheblicher finanzieller Schwierigkeiten war Nägeli 1807 gezwungen, die Geschäftsführung seinem Freund Jakob Christoph Hug zu übergeben. Rund zehn Jahre später, 1818, wurde er allerdings erneut als Verleger tätig und machte sich insbesondere um die erstmalige Drucklegung von J. S. Bachs h-Moll-Messe verdient, deren erste Hälfte noch zu Nägelis Lebzeiten 1833 erschien (die zweite erst 1845 unter Nägelis Sohn Hermann).

Als Komponist widmete sich Nägeli vorrangig dem Solo- und vor allem dem Chorlied für Chöre in unterschiedlichen Besetzungen. Den erkennbaren Beginn der musikpädagogischen Anstrengungen Nägelis markiert das 1805 durch ihn gegründete Zürcherische Singinstitut, ein gemischter Chor, dem Nägeli in den Folgejahren einen Kinder- und einen Männerchor angliederte. Angeregt durch die Erziehungsideale Heinrich Pestalozzis veröffentlichte er zahlreiche Sammlungen zu didaktischen Zwecken, mit denen er massgeblich zur Ausbildung eines für alle Volksschichten offenen Chorwesens beitrug – etwa die beiden gemeinsam mit Michael Traugott Pfeiffer herausgegebenen ersten Hauptteile einer mehrbändigen Gesangschule – die Gesangsbildungslehre nach Pestalozzischen Grundsätzen (1810) und die Chorgesangschule (1821) sowie in Ergänzung dazu eine Gesangbildungslehre für den Männerchor (1817) -, ferner eine Praktische Gesangsschule für den weiblichen Chorgesang (1832) und weitere Titel.
Dass sich Nägeli darüber hinaus auch mit allgemeinen Fragen der Pädagogik, Philosophie und Religion auseinandersetzte, belegen seine zahlreichen, häufig nur als Fragmente erhaltenen Schriften. In den 1820er Jahren unternahm Nägeli einige Studien- und Vortragsreisen nach Deutschland und Frankreich. Er war tätig in der Schweizerischen Musikgesellschaft, der Helvetischen Gesellschaft und der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft. Der Stadt Zürich diente er vor allem als Mitglied des Erziehungs- und des Großen Rates. 1833 verlieh ihm die Universität Bonn die Würde eines Ehrendoktors. Hans Georg Nägeli starb am 26. Dezember 1836 in Zürich.

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Das Grab ist tief und stille

Das Grab ist tief und stille Und schauderhaft sein Rand Es deckt mit schwarzer Hülle Ein unbekanntes Land Das Lied der Nachtigallen Tönt nicht in seinem Schoß; Der Freundschaft Rosen fallen Nur auf des Hügels Moos. Verlaßne Bräute ringen Umsonst die Hände wund; Der Waise Klage dringen Nicht in der Tiefe Grund. Doch, sonst an […]

Goldne Abendsonne

Goldne Abendsonne wie bist du so schön Nie kann ohne Wonne deinen Glanz ich sehn. Schon in früher Jugend sah ich gern nach dir Und der Trieb zur Tugend Glühte mehr in mir Wenn ich so am Abend Staunend vor dir stand, Und an dir mich labend, Gottes Huld empfand Doch vor dir, o Sonne, […]

S isch äben e Mönsch uf Aerde Simeliberg

S isch äben e Mönsch uf Aerde, Simelibärg! Und ds Vreneli ab em Guggisberg Und s Simmes Hans-Joggeli än dem Bärg, S´isch äben ä Mönsch uf Aerde, Dass i möcht bi-n-em si U ma-n-er mir nit wärde, Simelibärg! Und s’Vreneli ab em Guggidbärg, Und s‘ Simmes Hans-Joggeli änet dem Bärg, U mah-n-er mir nit wärde, […]


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