Het viel eens hemels dauwe

Het viel eens hemels dauwe
In een kleyn maechdeken
Ten was noyt beter vrauwe
Dat deed een kindeken
Dat van haer was gheboren
en sy bleef maghet fijn
O maghet uytvercoren
lof moet U altoos sijn

Die maghet ginck met kinde
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Text und Musik: Verfasser unbekannt
Geistliche Umdichtung von Es fiel ein Himmelstaue (Der Winter ist vergangen)
in Deutscher Liederhort II (1893, Nr. 393c)

Anmerkungen zu "Het viel eens hemels dauwe"

Wir haben hier eine geistliche Umdichtung des alten Mailiedes vor uns, aber mit anderer Melodie. Sie steht mit dem geistlichen Texte in „Het priel der ghestelicken Melodie. 1614, S. 62 und in Gheestelijke Nachtegeel. 1634. S. 192. Ziemlich genau so mit dem deutschen Marienterte (Es fiel ein Himmeistaue in eine Jungfrau rein) im Kölner Psalter 1638 und Münsterschen GB. 1677; den deutschen Text habe ich der modernen Melodieform untergelegt, wie sie H. Bone, Melodien zu dem kathol. Gesangbuch Cantate Paderborn 1853 gibt.

Ob diese Melodie jenem weltlichen Texte von der Maipflanzung angehörte, ist nicht zu erweisen. Sie ist aber eine Nebenmelodie zum Geusenliede „Wilhelmus von Nassauen„. Denn in dem Gesangbuche Het Parasijs der gheestelijcke en kerkelijcke Lofsangen, Antwerpen 1621 (1638) steht dieselbe Weise zum geistlichen Texte: O euwigh Godt Almachtigh. In der „Tsafel der Liedekens gaende op wereldtsche voijsen“ ist diese Melodie mit Wilhelmus van Nasssouwen bezeichnet. (Näheres s. Bäumker, das kath, Kirchenlied I, S. 359) (Böhme)

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