Heida die liebe Maienzeit (1820)

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Heida die liebe Maienzeit

Heida die liebe Maienszeit
jetzt allen Herzen Freude beut
Hätt ich Rosen auf meinem Hut
hätt ich einen fröhlichen Mut
könnt ich auch brav tanzen

Ja und der Mai steht vor der Tür
Maria komm und tanz mit mir
Hätt ich Rosen auf meinem Hut
hätt ich einen fröhlichen Mut
könnt ich auch brav tanzen

Nimm, mein Bub, nun nimm den Kranz
Und tanz mit mir den Abendtanz
Hast du Rosen auf deinem Hut
Hast du einen fröhlichen Mut
Kannst du auch brav tanzen

Text: Hoffman von Fallersleben (vor 1851)
Musik: Die Melodie ist alte Volksweise, zum Reigentanz am Rhein noch 1820 gehört

„Ein paar tanzt im Kreise herum, die andern haben sich angefasst, tanzen mit und singen. Bei der letzten Strophe tritt das Paar ab. Ein anderes Mädchen reicht einem andern Burschen den Rosenkranz, beide treten in den Kreis und so gehts fort bis alle an die Reihe kommen.“ (Böhme, Volkstümliche Lieder der Deutschen, 1895)

Anmerkungen zu "Heida die liebe Maienzeit"

in: Hoffmann von Fallersleben, „Rheinleben“, 1851, Nr. 6

Geht zurück auf ein Tanzlied und Kranzlied aus dem Aargäu:

Heida! die liebe Maiezeit
Alle Herze Freude git

Jo, und die Maienzit isch do
’s Mareile mueß es an Tanz mitcho

Der Tanz, der Abed tanz!
Mi Mitli treit e Chranz

Den Chranz, den mueß i ha
Sus blib i en arme Ma

Sä, min Bueb, do hesch e Chranz
Und chum mit mir a’n Abedtanz?“

Juhü nun e Chranz und ‚S Meidle derzue
Juhe! was bin i e glückliche Bueb!

Aus dem Aargau bei Kurz S. 105 (Tobler I, 150) Letzterer bemerkt: „Das verschiedene Versmaß einzelner Strophen zeigt, dass kein geschlossenes Ganze vorliegt; doch scheint das Motiv vom Maienkranz beim Abendtanz durchzugehen; ein Verspaar, welches davon abweicht, habe ich weggelassen.“ (in Deutscher Liederhort II (1895, Nr. 967)

Sus = Sonst;  Sä = sie, für nimm

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