Bremer Stadtmusikanten

Ferne dir o ferne (Trennung)

Liebeskummer | 2008 |

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Ferne dir o ferne
wank ich wie im Traum
Sonne Mond und Sterne
leuchten mir noch kaum
Lustgefild´erblassen
öd in Wüstenei´n
Tot, als so verschlafen
möcht´ich lieber sein

Rauscht es wo im Baume
säuselt wo das Rohr
fahrend aus dem Traume
horchet dir mein Ohr
Seh ich regen Flimmer
durch den Schatten wehn
dich in deinem Schimmer
wähn´ich dann zu sehn


Dich beschwert mein Sehnen
dich der Seele Qual
Trockne meine Tränen
kehr in dieses Tal
Süß wie eh´mals rede
ach! und lächle süße
Plötzlich wird die Öde
mir zum Paradiese


Text: Gottfried August Bürger – 1796
Musik: Rousseau – 1781 (Air de trois Notes)
in Volkstümliche Lieder der Deutschen – 1895

im Musen-Almanach 1796 , herausgegeben von Voß in Hamburg, S.152. Unterzeichnet ist B. (vermutlich Bürger, von dem 24. Gedichte in diesem Musenalmanach stehen) Die Melodie steht auf der Musikbeilage zwischen S. 151 und 152. Es ist die berühmte auf 3 Tönen von Rousseau . Dichter und Denker konnten sich damals mit der Spielerei beschäftigen, aus 3 Tönen eine Melodie zu bilden und ihr verschiedene Worte unterzulegen. War das nicht eine gemütliche Zeit? (Diese Anmerkung von Böhme , 1895)
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Empfehlung: Liebeslieder-Album

Liebeslieder

Preis der deutschen Schallplattenkritik für das Liebeslieder Album der Grenzgänger! Von Heines „Loreley“ über „Es waren zwei Königskinder“ bis zu einer an Elvis Presleys „Fever“ erinnernden Version von „Wenn alle Brunnen fliessen“. Am Ende dann Schillers „Ode an die Freude“ und ein Hochzeitstanz, der Mendelssohn-Bartholdy und Wagner vereint!. Ein außergewöhnliches Album mit aufwändig gestaltetem, 40-seitigen Booklet mit allen Texten und Hintergründen zu den Liedern.