Es hat sich zu mir gesellet

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Es hat sich zu mir gesellet
Ein feines Fräuelein
Wiewohl sie mir gefället
Ihr Diener wollt ich sein
Ich dient ihr ganz mit Treuen
Demselbigen Fräulein
Ich dient ihr in allen Reihen
Bis auf das Ende mein

Sie kann mir Freuden machen
Lust, Lieb zu aller Zeit
Mit ihrem freundlichen Lachen
Hält ich mir sie auserwählt
Sie liebet mir vor allen
Das red ich auf mein Eid
Der liebe Gott soll ihr walten!
Der Fluch sei ihr gefeit.

Erleb ich den liebsten Sommer,
So hebt sich ein großer Streit
vor den Blümlein in der Aue,
Darzu den Röslein rot
Ich mein die zarten Jungfrauen
Ich dient ihr früh und spat
Ich dient ihr in allen Reihen
Bis auf mein Hinnefahrt

Text und Musik: Verfasser unbekannt
in Deutscher Liederhort II (1893, Nr. 457 „Winter-Reigen“)
vergleiche auch die Nr. 456 im Liederhort „Gar lieblich hat sich gesellet“
* liebet, statt geliebt, gefällt mir.

Liederthema:
Liederzeit: (1536)

Anmerkungen zu "Es hat sich zu mir gesellet"

Bergkreyen 1536 Nr. 52, Strophe 1, 2, 5. Das übrige als zu viel Süßelei über weibl. Reize ist hier fortgelassen, wie auch Uhl. Nr. 38 schon getan. Die Überschrift hieß: „Ein ander Reye“. Eine Melodie dazu hat sich nicht erhalten.“ (Böhme)

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