Bremer Stadtmusikanten

Ein armer Schmuggler bin ich zwar

Ein armer Schmuggler bin ich zwar
verdien‘ mein Geld stets in Gefahr
doch wenn die Grenzwacht am Ufer ruht
dann geht das Schmuggeln noch einmal so gut

Dann schlafen wir bis morgens vier
dann klopft es leise an die Tür:
Steht auf mein Schmuggler, so jung und schön
jetzt wollen woll’n wir wieder schmuggeln gehn

Dann fahren wir den Rhein hinaus
und werfen unsre Säcke aus
dann kommen Österreicher gross und klein
ein jeder, jeder will ein Säckelein.

Und werden wir dann mal erwischt
dann kommen wir vor’s Schwurgericht
sechstausend Franken müssen wir bezahln
dann dürfen wir gleich wieder weiterfahrn

Und ist vorbei der Monat Mai,
dann geb‘ ich auf die Schmugglerei
dann führ ich s  Liebchen zum Traualtar
es lebe, lebe hoch das Schmugglerpaar

Und wenn ich einst gestorben bin
dann setzt mir einen Grabstein hin
worauf die Worte geschrieben steh’n
erst jetzt, erst jetzt lass ich das Schmuggeln gehn

Text: Verfasser unbekannt
Anmerkungen zu diesem Lied im Vorarlberger Landesarchiv
Dort folgende Aufnahme (Musikerin und Musiklehrerin Pauli Hofer-Vetter (geb. 1923) mit ihrer Musikrunde)

Musik: Gleiche Melodie von „Ein armer Fischer bin ich zwar“ – Melodie ist ganz ähnlich  dem  „Annemarie-Lied (Mein Regiment mein Vaterland) – und die letzte Strophe ist ebenfalls sehr ähnlich.

Und wenn ich einst gestorben bin
so schreibt auf meinen Grabstein hin
Hier ruht im Frieden die Marie
Kein anderer war so treu wie sie

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Liederthema: Raub-Mord-Totschlag
Liederzeit: (1900)
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