Dort an jenem Berge (Die Schäferin)

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Dort an jenem Berge (Die Schäferin)

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Dort an jenem Berge, wo die drei Horden stehn
zur Schäfers Frauen wollt ich hingehn
wollte mich verbinden, wollt auch verbunden sein
ich tät mich finden bei der Schäfrin ein

Als ich an den Berg ran kam, da blieb ich stille stehn
Tat mich umschauen nach der Schäfrin mein
Konnte nichts erblicken als nur ein Hündchen klein
ich tat mich bücken nach der Schäfrin mein

Von des Hündleins Bellen erwacht die Schäfrin mein
Sie tät dann rufen das Hündlein klein
Sie wollte schelten alsdann trat ich herfür
Sie sprach vor Schrecken Wer steht vor mir

Schreck nicht du Schönste ich bin ein Schäfersmann
Will dir helfen weiden Schaf wie auch Lamm
Will dir helfen weiden die Schafe groß und klein
Du sollst zum lohne mein Eigen sein

Brauch keinen Gehilfen ich leb in Einsamkeit
Das ist das Beste bei Sommerzeit
Auf meiner laute spiel ich das Liedelein
ihr Sorgen fliehet ihr macht mir Pein

Laß die Sorgen fliehen schönste Schäfrin
mein Cupido schießet die Liebespfeil
Schon in dein Herze drum lass ich nicht mehr ab
Jetzt leg ich nieder meinen Hirtenstab

Nun hab ich empfunden was mein Vergnügen war
Jetzt ist verschwunden die finstre Nacht
Jetzt kommt der Morgen die Sonne strahlt schon
Drum flieht ihr Sorgen flieht all davon

Text und Musik: Verfasser unbekannt

Kunstgesang aus dem 18 Jahrhundert. Wurde mit wenig Varianten noch 1840-45 in der Mark Brandenburg (Seelow, Cüstrin, Granzow, Groß Barnim) von Mädchen gesungen. Daher in Erk’s Nachlasse.

"Dort an jenem Berge (Die Schäferin)" in diesen Liederbüchern

Ganz ähnlich schon in „Berliner Monatsschrift“ Okt 1802 durch Dr. Körte aus Halberstadt. Daher Büsching’s Volksliederbuch S 99 und daher wieder Erlach 3 110. Volkstümliche Lieder der Deutschen (1895)

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