Der Winter ist gar schaurig

Der Feind der Armen

Der Winter ist gar schaurig

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Der Winter ist gar schaurig
Macht Alles kalt und traurig
Macht Alles still und stumm

Der Sommer ist verschwunden,
Es hat sich eingefunden
Der Armen schlimmster Feind.

Wie traurig geht’s den Armen!
Wer hat für sie Erbarmen?
Wer lindert ihre Not?

Mit scheuem Blicke schleichen
Sie vor die Tür der Reichen,
Von Kälte fast erstarrt.

Sie bleiben trostlos stehen,
Sie wagen kaum zu flehen
Um einen Bissen Brot.

Daheim in ihrer Kammer
Ist Nichts als Schmerz und Jammer,
Und Kält’ und Hunger nur.

Komm, Frühling, bald doch wieder!
Bring Trost und Freud hernieder
In die erstorbne Welt!

Du linderst alle Schmerzen,
Du liebst mit warmen Herzen
Die ganze weite Welt.

Text: Hoffmann von Fallersleben
Musik: C. G. Schöne
in: Hundert Schullieder (1848, 3. Heft)

Liederthema: , ,
Liederzeit: (1847)