Aus hertem Weh klagt menschlichs Gschlecht

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Aus hertem Weh klagt menschlichs Gschlecht

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Aus hertem Weh klagt menschlichs Gschlecht
es stund in großen Sorgen
Wann kommt der uns erlösen möcht
wie lang liegt er verborgen
O Herre Gott, sich an die Not
zerreiß des Himmelsringe
laß dich wecken dein einigs Wort
und laß ihn abher dringen
den Trost ob allen Dingen.

Text und Musik: Verfasser unbekannt (bei Leisentrit, 1584)
Geistliche Umdichtung von „Der treue Wächter„, in Deutscher Liederhort II (1893, Nr. 807)
Noten: * Anfangsnote im Original f statt g, Druckfehler

Liederthema:
Liederzeit: (1525)



Anmerkungen zu "Aus hertem Weh klagt menschlichs Gschlecht"

„Diese geistliche Umdichtung des Wächterliedes ist vorreformatorisch und findet sich zuerst m Val. Hollos Hdschr. vom Jahr 1525 (WK. II, 1156). „Aus hartem we Nagt sich ein Held in strenger Hut verborgen.“ Nachdem tritt sie in einem evangel. Singbuch: Rotenbucher’s Bergreien 1551 mit oben stehender Mel. auf. Katholischerseits tritt sie ohne Singweise im Tegernseer Gesangbuch. 1574 auf, derselbe Text mit einer Melodie in Lcisentrit’s kathol. GB. 1584. Sie ist eine andere als die bei Forster und Rotenbucher, und volksthümlichcr als die erste. Daß sie dem weltlichen Volksgcsang angehörte ist nicht nachzuweisen, aber zu vermuten. Es kann rechtwohl das vielgesungene weltliche Wächterlied zwei Melodien gehabt haben. Oder sollte die 2 Mel einem anderen weltlichen Texte angehören? Welchem? ist nicht ermittelt. Ihr Anfang ähnelt sehr dem Schüttensamenton, davon wir nur Fragmente (s. Nr. 242) besitzen“ (Böhme)

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