Ah ! Vous dirai-je maman (Mutter und Tochter)


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Ah ! Vous dirai-je maman
Ce qui cause mon tourment ?
Depuis que j’ai vu Silvandre,
Me regarder d’un air tendre ;
Mon cœur dit à chaque instant :
« Peut-on vivre sans amant ? »

L’autre jour, dans un bosquet,
De fleurs il fit un bouquet ;
Il en para ma houlette
Me disant : « Belle brunette,
Flore est moins belle que toi ;
L’amour moins tendre que moi.

Étant faite pour charmer,
Il faut plaire, il faut aimer ;
C’est au printemps de son âge,
Qu’il est dit que l’on s’engage.
Si vous tardez plus longtemps,
On regrette ces moments. »

Je rougis et par malheur
Un soupir trahit mon cœur.
Le cruel avec adresse,
Profita de ma faiblesse :
Hélas, Maman ! Un faux pas
Me fit tomber dans ses bras.

Je n’avais pour tout soutien
Que ma houlette et mon chien.
L’amour, voulant ma défaite,
Ecarta chien et houlette ;
Ah ! Qu’on goûte de douceur,
Quand l’amour prend soin d’un cœur !

Text: aus Frankreich um 1765. Eine weitere Variante des Zwiegesprächs zwischen Mutter und Tochter. Erstmals Text und Melodie im Druck unter dem Titel “La Confidence naïve” in Recueil de Romances Band 2, Brüssel 1774. Gleiche Melodie wie “Morgen kommt der Weihnachtsmann


Liederthema: Dialoglied | Liebeslieder
Liederzeit: (1765)
|
Region: -
Liedergeschichte: -

Anmerkungen zu "Ah ! Vous dirai-je maman (Mutter und Tochter)"

Sinngemäße Übersetzung (Wikipedia)

Ach! Soll ich Ihnen sagen, Mama,
Wer verursacht meine Qual?
Seit ich gesehen wie Silvandre
Mich mit zärtlichem Blick betrachtet,
Sagt mein Herz jeden Augenblick:
„Kann man leben ohne Liebenden?“

Anderentags, in einem Wäldchen,
Pflückte er einen Blumenstrauß;
Schmückte damit meinen Stab,
Sprach zu mir: „Schöne Brünette,
Die Blume ist weniger schön als Du,
Die Liebe weniger zärtlich als ich.

Ist man zum Charmieren gemacht,
Muss man gefallen, muss man lieben;
Im Frühling seines Alters,
Sagt man, muss man sich binden.
Wenn du noch länger wartest,
Bedauern wir diese Momente.“

Ich wurde rot, und leider
Verriet ein Seufzer mein Herz:
Der Grausame mit Geschick
Nutzte meine Schwäche aus:
Ach, Mama! Ein falscher Schritt,
Ließ mich in seine Arme fallen.

Ich hatte keine andere Hilfe,
Als meinen Stab und meinen Hund,
Die Liebe wollte meine Niederlage,
Hielt beiseite Hund und Stab.
Ach! wie man die Süße spürt
Wenn Liebe das Herz umfängt.