Zum Sellerie (Selleriesalat-Kirchweihtanz aus der Pfalz)

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Zum Sellere, zum Sellere, zum Selleresalat!
Un wann ich net die Dochter krieg, dann heirat ich die Mad.
Dreh dich emol rum un sei net so dumm,
dreh dich emol rum un sei net so dumm.
Katharinche, Phillipinche gehst du mit mir ins Gras?
Da pfeifen die Vögel und huppelt der Has.
Ach nein, ach nein, es ist mir zu nass

Katharinche, Phillipinche, geh mit mir ins Gras.
Ich will net, ich kann net, do beißt mich de Has.
Dreh dich emol rum, un sei net so dumm,
dreh dich emol rum, un sei net so dumm.

Katherinche, Phillipinche, mach Sellere-Salat,
heit Owend komme die Freier merr’m Schubkarch geja’t.
Sei net so dumm un dreh dich emol rum

Petersilie, Petersilie un Krautsalat.
Ich derf dich net liewe, mei Mutter hot’s g´sat.
Dreh dich emol rum, un sei net so dumm.

Zum Sellerie- zum Sellerie-, zum Selleriesalat.
Mei Schätzel is krank, und ich ess de Salat.
Dreh dich emol rum, un sei net so dumm.

Gesungene Mazurka
Quelle: Pfälzische Volkslieder Heeger / Wüst , 1963, Nr.267
siehe auch das Lied vom Selleriesalat

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Liederzeit: vor 1900 : Zeitraum:
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Geschichte dieses Liedes:

Zur Geschichte dieses Liedes:

Parodien, Versionen und Variationen: Vermutlich ist das „Lied vom Selleriesalat“  kein „Frauenlied“, sondern das Lied eines jungen Mannes ohne Hab und Gut, der gegenüber einem älteren Mann mit Reichtümern andere Vorzüge zur Geltung bringen wollte. Darauf verweist auch, dass “die Liedersammlung Nützel“ II Nr. 366 zwei Männer als Gewährsleute für dieses Lied nennt, einmal den Hausweber Johann Rausch am 20.5.1933 in Helmbrecht und den Landwirt Thomas Kreil in Förstenreuth. Bis heute ist es als Lied vom „Selleriesalat“ weithin populär geblieben. Ein inhaltliches Pendant zu diesem Lied sind die zahlreichen Witze zum Thema „alter... weiter lesen