Wie die Natur sprengt alle Bande (Freie Turner)


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Wie die Natur sprengt alle Bande
wie neues Leben rings erblüht
so auch erstand im deutschen Lande
ein freier Geist, ein freies Lied
Wach sind die Jünger Jahns geworden
sie stehn im Kampf ohn´Unterlaß
doch ist verpönt der Rassenhaß
verpönt ist auch das Völkermorden
Hoch weht das Schlachtpanier
für Freiheit kämpfen wir
wir wollen freie Turner sein
und uns der Turnkunst weihn

Wir wollen nicht mehr länger gehen
in blindem Wahn am Gängelband
nein, frei wollen wir als Turner stehen
nach vorwärts nur den Blick gewandt
Uns soll die Liebe stets begleiten
die Bildung sei uns Wehr und Schild
daß wir im Kampfe rauh und wild
als Sieger durch die Schranken schreiten
Hoch unser Schlachtpanier
für Freiheit kämpfen wir
wir wollen freie Turner sein
und uns der Turnkunst weihn

Uns scheidet keine Landesgrenze
uns scheidet Pfaff und Adel nicht
denn winken uns des Sieges Kränze
dann pfeifen wir auf jeden Wicht
Die freie Turnkunst sei das Zeichen
sie sei der Turner Losungswort
das uns vereint in Süd und Nord
Laßt uns die Brüderhände reichen
Hoch unser Schlachtpanier
für Freiheit kämpfen wir
wir wollen freie Turner sein
und uns der Turnkunst weihn

Drum laßt uns rüstig weiter streben
für echte freie Turnerei
die Bildung möge uns erheben
und mache unsere Turnkust frei
Drum Brüder laßt uns heut geloben
Wir wollen fest zusammen stehn
und für der Turnkunst Wohlehrgehen
sei stets des Geistes Schwert erhoben
Hoch unser Schlachtpanier
für Freiheit kämpfen wir
wir wollen freie Turner sein
und uns der Turnkunst weihn

Text: Karl Rieck
Musik: Die Marseillaise , von Rouget de l´Isle
in Der freie Turner – 1913


Liederthema: Freiheitslieder | Turnerlieder
Liederzeit: (1913)
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Liedergeschichte: -