Wenn das Schifferklavier an Bord ertönt

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Immer wieder treibt es uns vom Strande
und die Weite zieht uns mächtig an
Kaum sind wir einen Tag am Lande
lockt der freie Ozean
Wir sind nichts als ew’ge Vagabunden
wo wir bleiben, wird das Herz uns schwer
doch dann kommen heimlich jene trüben Stunden
wo man wieder gern zu Hause wär

Wenn das Schifferklavier an Bord ertönt
dann werden die Matrosen still
weil sich jeder nach seiner Heimat sehnt
die er endlich wiedersehen will
Und sein kleines Mädel das wünscht er sich her
das daheim so heiß ihn geküsst
und dann blickt er hinaus aufs weite Meer
wo fern von ihm in die Heimat ist

Wo wir kommen sind wir gern gesehen
weil wir stets zu Lande lustig sind
Wenn wir nach ein paar Tagen weiter gehen
weint daheim manch schönes Kind
Niemals kommen wir an Land zum Schlafen
aber einmal sind wir alt und müd
Und dann steh’n wir träumend irgendwo am Hafen
und wir summen leise unser Lied

Wenn das Schifferklavier an Bord ertönt
dann werden die Matrosen still …

Text und Musik: Just Scheu
u. a. in Liederbuch für Front und Heimat (1943)
Copyright 1941 (!) Harth-Verlag (Erich Pastänier), Leipzig-Großdeuben
vergleiche die Liedpostkarte mit etwas anderem Text und der Angabe, dass das Lied von Robert Wanner stammt!

Bereits in Berlin, Oktober 1936, Gesang: Die drei Rulands mit Orchesterbegleitung / Orchester Jo Alex
Wenn das Schifferklavier an Bord ertönt Tempo 499 / 1024

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